ARBÖ zur Verkehrsunfallstatistik: "Nationale Verkehrssicherheitskampagne" als große Chance

Weniger als 1000 Verkehrstote im Jahr 1998 möglich

Wien (ARBÖ) - In den ersten beiden Monaten des Jahres 1998 sind
104 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt. Das sind um 24 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 1997 (137 Personen)
und um 16 Prozent weniger als 1996 (124 Personen). Das Gesamtjahr 1996 ist bisher mit 1027 Opfern jenes mit den wenigsten Verkehrstoten der letzten vier Jahrzehnte.

Für das laufende Jahr sieht der ARBÖ daher eine realistische Chance das angestrebte Ziel von weniger als 1000 Verkehrstoten erstmals zu erreichen. "Das korrekte Verhalten des überwiegenden Teiles der Verkehrsteilnehmer gilt es weiter zu bestärken", so ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar, "damit die Chance auf weniger als 1000 Verkehrstote im Jahr 1998 erhalten bleibt."

Dies alles soll und kann nach Meinung des ARBÖ ohne den zusätzlichen Ruf nach dem Gesetzgeber und nach neuen Rechtsvorschriften erfolgen. Hingegen könnten in einer "Nationalen Verkehrssicherheitskampagne" alle Gebietskörperschaften, Institutionen und Organisationen, die sich mit der Verkehrssicherheit beschäftigen, eingebunden und mit dem KfV, dem Bundesministerium für Inneres sowie dem Bundesministerium für Verkehr tätig werden.

"In der Verkehrssicherheitsarbeit muß es um die positive Beeinflussung der Verkehrsteilnehmer und das Bewußtmachen der Unfallgefahren gehen", so Dr. Hellar. Nach ARBÖ-Meinung sind vor allem:

  • die nicht angepaßte Geschwindigkeit,
  • der sorglose Umgang mit Alkohol am Steuer und
  • die gesunkene Motivation zum Anlegen der Sicherheitsgurte

für ein erhöhtes Unfall- und Verletzungsrisiko ausschlaggebend.

Der ARBÖ tritt für ein Gesamtkonzept des Bundes, der Länder und Gemeinden ein, in dem die komplexen Zusammenhänge von Umwelt, Verkehrs-, Siedlungs- und Beschäftigungspolitik in eine strategische Perspektive gebracht und mit Inhalten der Verkehrssicherheit verknüpft werden. In diesem Konzept muß der Notwendigkeit Rechnung getragen werden, die begrenzten Mittel der Gebietskörperschaften und privaten Organisationen zu koordinieren.

Eine "nationale Verkehrssicherheitskampagne" soll dieses Gesamtkonzept umsetzen helfen und Anliegen der Verkehrssicherheit
im Bewußtsein der Öffentlichkeit verstärkt verankern.

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