AK gegen Reisebüro-Beratungsgebühren

Plan der Reisebürobranche zur Einführung einer "Eintrittsgebühr" in Reisebüros kundenfeindlich

Wien (OTS) - Die AK spricht sich gegen die Pläne der Reisebürobranche aus, künftig von Kunden eine "Beratungsgebühr" einzuheben. "Man kann nicht die Konsumenten dazu auffordern, einerseits die Angebote genau miteinander zu vergleichen,
anderseits aber dafür eine Art Pönale verlangen", ärgert sich AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Die AK wird prüfen, ob diese geplante Konzertierte Aktion mit dem Wettbewerbsrecht vereinbar
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Die Reisebürobranche beabsichtigt künftig, sich die Urlaubsberatung von den Konsumenten bezahlen zu lassen. Die Gebühr soll immer dann eingehoben werden, wenn der Kunde sich nur beraten läßt und dann gar nicht oder woanders bucht. "Damit erweist sich die Reisebürobranche sicher keinen guten Dienst", so Glatz. Wer eine Leistung verkaufen will, aber vorher eine Eintrittsgebühr ins Geschäft verlangt, würde normalerweise seine Kunden verlieren, so Glatz. Daher wolle die Branche offensichtlich in einer Art konzertierten Aktion eine kalte Preiserhöhung durchdrücken. Die AK wird prüfen, ob diese Vorgangsweise wettbewerbsrechtlich bekämpft werden kann.

Konsumenten sind auf die Beratung angesichts der Vielfalt der Angebote und Anbieter nachgerade angewiesen. Preis- und Leistungsvergleiche sind nicht alleine mit einem Blick ins Schaufenster des Geschäfts oder in die Reisekataloge erledigt. Untersuchungen der AK zeigten, daß gerade die Gestaltung der Kataloge, vor allem ihrer Preisteile, dermaßen unübersichtlich und kompliziert ist, daß diese sogar einzelne Reisebüros überforderten, geschweige denn für die Konsumenten verständlich sind. Darüber hinaus ist äußerst fraglich, wo letztlich die Grenze zwischen einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Beratung gezogen werden kann. Somit werden Konsumenten in Zukunft gut daran tun, im Umgang mit den Reisebüros vorsichtig zu sein. Sollten die Reisebüros das Pönale tatsächlich einführen, wird die AK die Branchen testen und jene nennen, die diese "Eintrittsgebühr" nicht verlangen.

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