Gehrer: Mädchen- und Frauenförderung läuft

Ein Drittel des 99-Punkte-Aktionsplans bereits umgesetzt

Wien (OTS) Großes Interesse finden die Initiativen und Aktionen im Bereich der Mädchen- und Frauenförderung an den Schulen, wie zum Beispiel die Veranstaltungen "Schülerinnen und Schüler fragen Fachfrauen bzw. –männer in untypischen Berufen" an Berufsinformationszentren oder der Tag der offenen Tür am TGM mit speziellen Informationen für Mädchen vorige Woche, zu dem 100 !! Mädchen kamen. Sie sind Teil des von Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer im Vorjahr initiierten 99 Punkte-Programms, das
bis zum Jahr 2000 umgesetzt werden soll. Ein Drittel aller
geplanten Maßnahmen ist bereits realisiert bzw. befindet sich derzeit in der Umsetzung. ***

Gehrer: "Ich will den Mädchen schon frühzeitig die Grundlagen zur Verbesserung ihrer späteren Lebenssituation mitgeben. Es gibt immer noch Chancenungleichheiten und Hemmschwellen für Mädchen und Frauen in den technischen Ausbildungsbereichen. Es ist mein Anliegen, Mädchen und Frauen Mut zu machen, bei der Berufsausbildung auch anders zu denken."

Folgende Maßnahmen des "Aktionsplans 2000" zur Förderung der Gleichstellung wurden bereits umgesetzt bzw. laufen derzeit:

* Veranstaltungen zur Motivation auch für untypische Berufe: Die nächste Veranstaltung "Schülerinnen fragen Fachfrauen in untypischen Berufen" - "Schüler fragen Fachmänner in untypischen Berufen" findet am 19. März im Berufsinformationszentrum Gmunden
in Oberösterreich statt.

* Förderung von zahlreichen Projekten, um Mädchen und Frauen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu motivieren, wie z.B.
das Projekt "Frauen in die Technik". Im Herbst startet das Projekt "Die Technikerin" mit Schnuppertagen für Schülerinenn an der Technischen Universität.

* Mädchen an technische Schulen: Anfang Februar wurden alle mittleren und höheren technischen Schulen aufgefordert, gezielt Mädchen anzusprechen, wie z.B. bei Tagen der offenen Tür.

* Geschlechtsspezifische Analysen für die Bildungsplanung: Wie die internationale TIMSS-Studie ergeben hat, schneiden Maturantinnen
in Mathematik und Naturwissenschaften schlechter ab als ihre männlichen Kollegen. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet Lösung-Konzepte.

* Organisation bzw. Finanzierung von Internet-Workshops für Lehrerinnen und Schülerinnen und EDV-Wochen mit Internet. Am 12. März findet ein Internetkurs für Schülerinnen der Oberstufe in der Frauenberatung Zwettl statt.

* Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer zu den Themen "Bewußte Koedukation", "Erziehung zur Gleichstellung" und "Geschlechtssensible Berufsorientierung". Am 12. März findet ein Seminar für AHS- und BHS-Lehrerinnen in Kärnten zum Thema "Selbstbewusste Lehrerinnen – selbstbewusste Schülerinnen" statt.

* Förderung einer bewußten Koeduktion an den Schulen (drei Modellprojekte an Wiener Schulen zur bewussten Koedukation,
weitere Projekte in den Bundesländern).

* Mädchenarbeit und Bubenarbeit an Schulen: Durch die Aktion "Geschlechter-Kultur macht Schule" stehen den Schulen für
Workshops Referenten zur Verfügung.

* Spezielle Broschüren und Unterrichtsmaterialien, wie z.B. "Sprünge in die Zukunft" oder "Mädchen können mehr".

* "Kontaktfrauen" der Landesschulräte beraten über eine bundesweite Vernetzung der Maßnahmen.

* Informationen zu geschlechtspezifischen und frauenspezifischen Themen via Internet und Blackboard.
(Schluss)

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