Wirtschaft für Öffnung des Strommarktes zu Marktpreisen

Wien (PWK) - Günter Stummvoll, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, betonte am Dienstag, daß es in der Energiepolitik oberstes Ziel der Wirtschaft sei, in Österreich eine Öffnung des Strommarktes gemäß der EU-Richtlinie durchzuführen: "Wir brauchen dringend im Interesse der Konkurrenzfähigkeit unserer Betriebe niedrigere Strompreise. Das geht nur über mehr Wettbewerb durch Liberalisierung." Würde man aber das E-Wirtschaftsgesetz in der vorliegenden Fassung umsetzen, wären heimische Unternehmen - unter dem Vorwand "Schutz der Wasserkraft" - de facto vom internationalen Strommarkt ausgeschlossen. Diese Betriebe müßten dann die Kosten von überdurchschnittlich teuren Investitionen in der E-Wirtschaft tragen, an deren Entstehung sie keinen Anteil haben. ****

Neben der Anmeldung überdurchschnittlich hoher stranded investments (zu Lasten der Kunden) würde überdies der Strommarkt abgeschottet, kritisiert Stummvoll. Statt einer Marktöffnungsverweigerung müsse das E-Wirtschaftsgesetz sicherstellen, daß die überproportionalen Kosten einiger Kraftwerke durch Rationalisierungen in der gesamten E-Wirtschaft aufgefangen werden oder aber zu einem gewissen Teil im Rahmen einer Art Solidarmodell innerhalb der Branche bewältigt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Abteilung für Wirtschaftspolitik
Dr. Werner Teufelsbauer

Wirtschaftskammer Österreich

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/03