BI Immobilien: VKI-Umfrage über Hausverwalter ist unseriös

Steller: "Negatives Ergebnis war vorprogrammiert"

Wien (PWK) - Eine Umfrage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) über die Zufriedenheit von Mietern und Wohnungseigentümern mit ihrer Hausverwaltung bezeichnet Gerhard Steller, Bundesinnungsmeister der Immobilien- und Vermögensberater, als "schlichtweg unseriös". Die Fragen waren nicht nur unpräzise, sondern auch höchst suggestiv gestellt und darauf angelegt, negative Antworten zu bekommen. Da es sich um eine Rückantwortaktion unter Lesern der Zeitschrift Konsument handelte, könne von einem repräsentativen Ergebnis keine Rede sein. "Jeder weiß, daß sich in solchen Fällen in erster Linie die Unzufriedenen melden. Damit ist ein negatives Ergebnis geradezu vorprogrammiert", so Steller. ****

Der VKI hat sich aber nicht nur auf seine Leser verlassen. Um den negativen Rückfluß ordentlich anzukurbeln, wurde der Fragebogen auch gezielt versendet. "Der Verdacht liegt nahe, daß es sich bei der ganzen Umfrage ledigilich um eine Marketingaktion des VKI auf Kosten der Hausverwalter handelt, um den Verkauf des Heftes anzukurbeln", ärgerte sich Steller.

Der Bundesinnungsmeister wies darauf hin, daß zwischen dem Mieter und dem Verwalter kein Rechtsverhältnis besteht. Die Hausverwaltung wird vom Eigentümer beauftragt und nur dieser hat das Recht zu entscheiden, ob er mit der Dienstleistung seines Auftragnehmers zufrieden ist oder nicht. Anders ist die Situation im Wohnungseigentum. Hier entscheiden die Wohnungseigentümer über die Bestellung des Hausverwalters und auch über seine Abberufung, falls diese mit der Dienstleistung nicht zufrieden sind. Dort haben die Verwalter in der Umfrage auch wesentlich besser abgeschnitten.

Daß die Hausverwalter gerade bei Mietern nicht besonders beliebt sind, liegt in der Natur der Sache: die Verwalter treten immer dann negativ in Erscheinung, wenn sie auftragsgemäß rückständige Mietzinse eintreiben oder die Nichteinhaltung der Hausordnung beanstanden.

Den Vorschlag des VKI, die Kommunikation zwischen Mietern, Eigentürmern und der Hausverwaltung durch zusätzliche Hausversammlungen zu verbesssern, hält Steller für "wenig zielführend, weil Hausversammlungen im Bereich des Mietgesetzes keinerlei Bedeutung haben". Sie könnten daher nur der Information jener Minderheiten dienen, die solche Versammlungen besuchen.

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