Gewerbeverein: Arbeiterkammer: bewußte Desinformation

Wien (OTS) - Gemeinsame Anstrengungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sollen die Beschäftigung in Österreich wieder auf ein erträgliches Maß heben, so der Österreichische Gewerbeverein in einer Presseaussendung. Die bisherigen Aktivitiäten des Arbeitsmarktservices (AMS) haben hier nichts bewirkt. Im AMS ist übrigens die Arbeiterkammer prominent vertreten.

In dieser Situation sind Presseaussendungen, wie jene der Arbeiterkammer Wien in höchstem Maße kontraproduktiv; insbesondere, wenn dabei Äpfel mit Birnen vermischt werden.

Wenn Herr Ziniel behauptet, Wiens Arbeitgeber, wären den Arbeitnehmern noch rund 450 Millionen Schilling schuldig, die vor dem Arbeits- und Sozialgericht eingeklagt werden müssen, dann desinformiert er ganz bewußt.

Forderungen, die bei einem Gesicht geltend gemacht werden, sind ja wohl keine echten Schulden - sonst würde ja nicht vor Gericht darum gestritten. Das gehört zum Allgemeinwissen.

Mit genau dem gleichen Recht könnte der Generalsekretär des Österreichischen Gewerbevereins behaupten, die Arbeiterkammer schulde ihm mehrere zig-tausend Schilling, die er bisher in seinem Berufsleben als Umlage an die AK bezahlt hat, ohne bisher auch nur einen Groschen davon zurückzuerhalten zu haben.

Arbeits- und Sozialgerichte werden entscheiden, ob die von der AK Wien genannten 450 Millionen Schilling gerechtfertigt sind oder nicht. Bis dahin gilt grundsätzlich die Unschuldsvermutung. Und bis dahin hat sich Herr Ziniel an diese Regelung zu halten.

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