- 03.03.1998, 14:59:50
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Gewerbeverein: Arbeiterkammer: bewußte Desinformation
Wien (OTS) - Gemeinsame Anstrengungen von Arbeitgebern und
Arbeitnehmern sollen die Beschäftigung in Österreich wieder auf ein
erträgliches Maß heben, so der Österreichische Gewerbeverein in einer
Presseaussendung. Die bisherigen Aktivitiäten des
Arbeitsmarktservices (AMS) haben hier nichts bewirkt. Im AMS ist
übrigens die Arbeiterkammer prominent vertreten.
In dieser Situation sind Presseaussendungen, wie jene der
Arbeiterkammer Wien in höchstem Maße kontraproduktiv; insbesondere,
wenn dabei Äpfel mit Birnen vermischt werden.
Wenn Herr Ziniel behauptet, Wiens Arbeitgeber, wären den
Arbeitnehmern noch rund 450 Millionen Schilling schuldig, die vor dem
Arbeits- und Sozialgericht eingeklagt werden müssen, dann
desinformiert er ganz bewußt.
Forderungen, die bei einem Gesicht geltend gemacht werden, sind ja
wohl keine echten Schulden - sonst würde ja nicht vor Gericht darum
gestritten. Das gehört zum Allgemeinwissen.
Mit genau dem gleichen Recht könnte der Generalsekretär des
Österreichischen Gewerbevereins behaupten, die Arbeiterkammer schulde
ihm mehrere zig-tausend Schilling, die er bisher in seinem
Berufsleben als Umlage an die AK bezahlt hat, ohne bisher auch nur
einen Groschen davon zurückzuerhalten zu haben.
Arbeits- und Sozialgerichte werden entscheiden, ob die von der AK
Wien genannten 450 Millionen Schilling gerechtfertigt sind oder
nicht. Bis dahin gilt grundsätzlich die Unschuldsvermutung. Und bis
dahin hat sich Herr Ziniel an diese Regelung zu halten.
Rückfragehinweis: Österr. Gewerbeverein
Tel.: (01) 587 36 33
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