Scheinwelt statt Umweltbegegnung

Kultur- und Gesellschaftspolitisches im neuen morgen

St.Pölten (NLK) - Heftige Kritik an der Umwelterziehung
unserer Schulen äußert in der soeben erschienen "Kulturzeitschrift aus Niederösterreich", dem "morgen", der Biologe und Universitätsdozent Werner Katzmann: "Die Begegnung mit der Natur findet immer mehr außerhalb der Schule statt - und das Lernen mit Herz, Hand und Hirn wird zunehmend aus dem Lehrbetrieb
ausgelagert." In den Hirnen der Jugendlichen würde immer stärker und öfter eine Scheinwelt aufgebaut, die aus der Welt des Internet und der elektronischen Medien stamme; dafür würden Kinder oft nicht mehr wissen, wie es auf einem realen Bauernhof aussieht oder welche Bäume in unseren Wäldern wachsen. Katzmanns "zornige Anmerkung zum Zeitgeist" ironisieren das Tamagotchi als Symbol
einer Zeit, die Tiere im Internet "entsorgt" und nur noch
virtuelle Freude und Trauer kennt.

Weitere wichtige Beiträge im "morgen", der nunmehr bereits im 22. Jahrgang erscheint: Eine Analyse der Rechtschreibreform vom Theatermacher und Autor Conny Hannes Meyer sowie eine Darstellung der Tätigkeit des großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, der vor 75 Jahren als einfacher Lehrer in der Volksschule von Puchberg am Schneeberg unterrichtete. Der Historiker Peter Urbanitsch
schildert die dramatischen Vorfälle im März 1848 im NÖ Landhaus in der Wiener Herrengasse. Dort brach vor genau 150 Jahren die Revolution aus, die das Habsburgerreich in ihren Grundfesten erschüttern sollte.

Der "morgen" bringt in seiner jüngsten Ausgabe überdies einen Rückblick auf "10 Jahre Donaufestival", eine Würdigung des bedeutenden Photokünstlers Gerhard Trumler sowie ein Essay über die psychologischen und sozialen Probleme der "Moslems unter uns"
in der österreichischen Ostregion.

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