Mehr als die Hälfte der Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit KfV fordert: Endlich Punkteführerschein ernsthaft diskutieren

Wien (OTS) - Nicht angepaßte Geschwindigkeit war auch in der Woche vom 23. Februar bis 1. März 1998 die Unfallursache Nr. 1 auf Österreichs Straßen. Bei 5 von 8 Unfällen war Rasen der Unfallgrund. Um dieses Grundübel bei den motorisierten Lenkern in den Griff zu bekommen, fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit die Einführung des Punkteführerscheins, um notorischen Schnellfahrern einen Riegel vorzuschieben sowie die Aufhebung der Toleranzgrenzen bei Tempolimits.

Die Zahlen der letzten Woche zeigen einmal mehr, daß Bleifüße am Gaspedal nicht zu den Ausnahmen im Straßenverkehr gehören. Rund 100.000 KfV-Geschwindigkeitsmessungen pro Jahr belegen: In Tempo-30-Zonen im Ortsgebiet sind 78 % der Kraftfahrzeuglenker schneller als 30 km/h unterwegs. Auch bei einer Toleranzgrenze von 20 % - d. h. bei 36 km/h - liegen noch immer 50 % der Fahrer über dem Limit. Tempo 50 im Ortsgebiet wird von zwei Drittel aller Fahrzeuglenker ignoriert, und über 70 km/h-Beschränkungen im Ortsgebiet setzen sich noch immer 38 % der Fahrer hinweg.

Auf Freilandstraßen wird das generelle 100 km/h-Limit von 23% der Fahrer nicht eingehalten. Auch auf den Autobahnen geben 23% trotz der 130 km/h-Beschränkung mehr Gas als erlaubt.

In der Woche vom 23. Februar bis 1. März 1998 kamen auf Österreichs Straßen nach vorläufigen Zahlen 8 Menschen ums Leben. Dabei starben seit Jahresbeginn nach vorläufigen Zahlen 104 Menschen im Straßenverkehr. 1997 waren es nach endgültigen Zahlen 137.

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