KARL: VOLKSPARTEI ERGREIFT DIE INITIATIVE IN BEHINDERTENFRAGEN

Ederer und Brauner sollen ebenso schnell tätig werden wie Marboe

Wien (ÖVP-Klub) - "Eine ganz wichtige Rolle in der Behin-dertenarbeit spielt die Bewußtseinsbildung", stellte heute der Behindertensprecher der Wiener Volkspartei, GR Mag. Franz Karl, fest. "In diesem Sinne war die Änderung des Art. 7 der Bundes-verfassung im vergangenen Sommer ein Quantensprung. Nun aber
gilt es, die Antidiskriminierungsbestimmung des Art. 7 mit
Leben zu erfüllen." *****

Der mühevollen Aufgabe, rechtliche Bestimmungen auf diskrimi-nierende Stellen zu durchforsten, hat sich die österreichische Behindertenbewegung, insbesondere die "Integration: Öster-
reich", die "Selbstbestimmt-leben-Initiative" und die "Öster-reichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation" unterzogen
und Verbesserungsvorschläge gemacht. Einige dieser Vorschläge bilden die Grundlage einer Initiative von GR Karl, der zusammen
mit seinen Kollegen aus SPÖ, FPÖ und LIF in der jüngsten Sit-zung des Wiener Gemeinderates eine Reihe von Anträgen zu diesem Thema eingebracht hat. Im einzelnen forderte Karl:

1. die Änderung der Beförderungsrichtlinien der Wiener Linien
mit dem Ziel, die verpflichtende Anwesenheit einer Begleitper-
son für jeden Behinderten abzuschaffen.

2. die Änderung der Friedhofs- und Marktordnung mit dem Ziel,
die Mitnahme von Blinden- oder Partnerhunden zu ermöglichen.

Karl zeigte sich zuversichtlich, daß die zuständigen Stadträ-tinnen Ederer und Brauner in Sachen Antidiskriminierung ebenso
rasch tätig werden wie Stadtrat Marboe beim Veranstaltungsstät-tengesetz. In diesem Fall wurde binnen kürzester Zeit die Mit-nahme von Blinden- und Partnerhunden ermöglicht.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 4000/81915

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR/ÖVP-KLUB