Sexuelle Gewalt gegen Kinder

Prokop: Beratung und Information im Vordergrund

St. Pölten (NLK) - "Aufklärung und Beratung sind im Einsatz gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen wesentlich wirksamer und wichtiger als die Skandalisierung früherer Vorkommnisse. Aus diesem Grund habe ich im November 1997 die "Plattform gegen sexuelle Gewalt" ins Leben gerufen", erklärte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Das Thema werde absoluter Schwerpunkt ihrer familienpolitischen Arbeit in den nächsten Monaten sein.

Heute findet in Krems eine weitere Info-Veranstaltung statt, bei der Eltern, Pädagogen, Gendarmerie und Juristen über Maßnahmen der Prävention gegen den Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen in der Zukunft diskutieren. Wichtig ist für Prokop vor allem, das Thema Sexualität bei Kinder, aber auch bei Erwachsenen und Lehrern vom Tabu zu befreien.

Als konkrete Schritte in der Arbeit der Plattform gegen sexuelle Gewalt nennt Prokop

  • Informationsveranstaltungen in allen Regionen
  • den Ausbau von Beratungs- und Kinderschutzzentren in Niederösterreich
  • Sexualerziehung in der Volksschule, um Kindern möglichst früh die Scheu zu nehmen, über Sexualität zu reden.

"Im Zusammenhang mit dem Kindesmißbrauch durch den Pfarrer von Pottenstein kann den Behörden der NÖ Jugendwohlfahrt kein Vorwurf einer Mitschuld gemacht werden. Die unbegründeten Angriffe gegen Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaften Baden und Wiener Neustadt beweisen einmal mehr, daß es den Freiheitlichen nicht um Sachdiskussionen und Problemlösung, sondern nur um Skandalisierung geht", verteidigt Liese Prokop die Beamten der Jugendämter gegen Vorwürfe.

(Schluß)

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK