Sachsenring Automobil.: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Quartalsbericht zum IV. Quartal
1997 der SACHSENRING Automobiltechnik AG Stand 31. Dezember 1997 Geschäftsjahr 1997

12-Monatszahlen auf einen Blick (vorläufig) 1996 1997 Mio. DM Mio. DM

Konzernumsatz 171,1 287,0 Konzernleistung 176,1 301,2 Materialaufwand 107,0 183,5 EBDIT 48,5 68,0 EBIT 10,7 42,1 EBT(nach a.o.Ergebnis) -0,2 23,7 Zahl der Mitarbeiter 850 1250

Der vorliegende Bericht dokumentiert die vergangenen 12 Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres 1997 der SACHSENRING Automobiltechnik AG. Gemäß dem Regelwerk des NEUEN MARKTES wird der testierte Jahresabschluß der SACHSENRING Automobiltechnik AG bis spätestens Ende April 1998 veröffentlicht. Der testierte Jahresabschluß kann gegenüber dem vorliegenden Bericht noch Änderungen aufweisen.

Markt Die deutsche Automobilindustrie hat den Wettstreit um eine weltweite Vormachtstellung im Automobilmarkt erfolgreich aufgenommen und ihre Anteile im internationalen Vergleich ausgebaut. 1996 wurden 4,84 Mill. Fahrzeuge produziert. Noch unbestätigt ist der Absatz dieser Branche in 1997 um 4% gestiegen. 60% der in Deutschland gefertigten Fahrzeuge wurden 1997 ins Ausland exportiert. Damit nehmen die Autohersteller einen Spitzenplatz in der deutschen Industrie ein.

Geschäftsverlauf Auch im IV. Quartal 1997 hat sich der überaus positive Trend der ersten 9 Monate des vergangenen Geschäftsjahres weiter fortgesetzt. Allein in den letzten 3 Monaten des Geschäftsjahres 1997 konnte im Konzern ein Umsatz von DM 96,3 Mio erzielt werden. Der Konzernumsatz für das gesamte Geschäftsjahr 1997 stieg auf rund DM 287 Mio, das entspricht einer Umsatzausweitung gegenüber dem Vorjahr um rd. 69%. Damit wurde die anläßlich des Börsengangs im September 1997 gemachte Umsatzprognose von DM 270 Mio deutlich übertroffen. Die Konzernleistung überschritt mit DM 301,2 Mio erstmals die 300 Mio Grenze. Zu dem starken Wachstum trug insbesondere der Geschäftsbereich Fahrzeugtechnik mit einem Anteil von rd. 82% (DM 234 Mio) am Konzernumsatz bei. Das Mitte 1997 errichtete neue Segment dieses Geschäftsbereichs "Sonderschutzfahrzeugbau" (TRASCO Fahrzeuge Bremen GmbH) konnte die Erwartungen voll erfüllen. Die Synergien mit der Sachsenring Entwicklungsgesellschaft mbH führten zu Neuentwicklungen, die bereits in 1998 in leicht- und schwergepanzerten Fahrzeugen eingesetzt werden. Der planmäßige Start der 0-Serienproduktion von Fahrerhäusern des MB-Nutzfahrzeuges E2000 für die Daimler Benz AG eröffnet weitere Wachstumspotentiale. Auch der Geschäftsbereich Produktionstechnik wuchs kräftig und konnte einen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 35% auf DM 27 Mio steigern. Der Geschäftsbereich Forschung/Entwicklung leistet mit der hier angesiedelten Grundlagenforschung mit DM 26 Mio Umsatz einen bedeutenden Beitrag für das Wachstum des Konzerns. Sachsenring konnte in 1997 durch vorhandene und neu entwickelte Produktkompetenz die Position als System- und Sonderfahrzeughersteller weiter festigen und ausbauen.

Investitionen Entgegen der ursprünglichen Planung bestand aufgrund der überaus erfreulichen Nachfrage kunden- und projektseitig die Notwendigkeit, erst für 1998 geplante Investitionen bereits auf das IV. Quartal 1997 vorzuziehen. Die Investitionen erreichten im Konzern in 1997 mit DM 58 Mio (Vorjahr: DM 39 Mio) annähernd das Niveau 1995 und liegen damit rund DM 20 Mio über Plan.

Ertragslage Die erfreuliche Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch weitgehend in der Ertragsentwicklung wider. So erhöhte sich das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBDIT) auf rd. DM 42 Mio (Vorjahr DM 11 Mio) und erreichte 14% der Gesamtleistung des Konzerns. Darin sind DM 14 Mio Investitionszuschüsse enthalten, das sind DM 3 Mio mehr als ursprünglich geplant. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf rd. DM 23,7 Mio (Vorjahr DM 0,2 Mio) und die EBIT Marge von 0,2% auf 8% der Konzernleistung. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) vor a.o. Ergebnis stieg auf DM 13,9 Mio (Vj. minus DM 5,3 Mio). Der Saldo des a.o. Ergebnisses von minus DM 3,4 Mio setzt sich im wesentlichen zusammen aus (BvS, going-public-Kosten SAZ i.L., Aufwendungen zwecks Bereinigungen im Beteiligungsbereich, etc.) Aufwendungen, die im DVFA Ergebnis bereinigt sind. Das EBT nach a.o. Ergebnis stieg trotz im letzten Quartal deutlich über Plan liegenden Investitionen und dem dadurch bedingten erhöhten Abschreibungs- (AfA im Konzern rd. DM 8 Mio über Vorjahr)und Finanzierungsbedarf auf DM 10,5 Mio (ggü. DM 0,6 Mio 1996). Der Konzernjahresüberschuß nach Anteilen Dritter wird über DM 6,0 Mio liegen (Vorjahr DM 0,5 Mio).

Ausblick Aufgrund der vorgezogenen zukunftsweisenden Vorleistungen sowie des hohen, überaus erfreulichen Auftragsbestands von DM rd. 1.500 Mio zum 24. Februar 1998 erwartet der Vorstand, daß - sofern keine unvorhersehbaren Ereignisse eintreten - Umsatz und Ertrag sich im laufenden Geschäftsjahr 1998 besser entwickeln werden, als noch im September 1997 prognostiziert.

Dividende Wegen der guten Geschäftsentwicklung wird der Vorstand der Hauptversammlung am 02. Juli 1998 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,25 DM je Aktie vorschlagen. Die anläßlich des Börsengangs vom September 1997 plazierten Aktien sind mit halber Gewinnberechtigung für 1997 ausgestattet.

Sonstige Kennzahlen 1997 Anzahl der Mitarbeiter 1.250 Anzahl an Auszubildenden 61 Krankenstand (%) 2,8

Termine Bilanzpressekonferenz 28. April 1998 / 11.00 Uhr Klubhaus Sachsenring Crimmitschauer Straße 67 08058 Zwickau

Hauptversammlung 02. Juli 1998 / 11.00 Uhr "Neue Welt" - Zwickau Leipziger Straße 182 08058 Zwickau

Vorstand der Sachsenring Automobiltechnik AG Ulf Rittinghaus Jürgen Rabe Ernst Wilhelm Rittinghaus

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