Weinzinger: "Kritik an Unterstützung der ÖVP für Waffenlobby."

Grüne Forderung nach Verbot von Feuerwaffen in privaten Haushalten

Wien (OTS) - "Die ÖVP muß im Sinne der Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher endlich die parlamentarischen Bemühungen um eine Verschärfung des Waffengesetzes mittragen," forderte heute Grün-Kandidatin Brigid Weinzinger aus Anlaß der Übergabe von 90.000 Unterschriften von Jägern und Sportschützen an ÖVP-Klubobmann Andreas Khol. "Es entsteht immer mehr der Eindruck, daß die ÖVP zu einer Waffenlobby avanciert" kritisiert Weinzinger. Als unverantwortlich bezeichnet die Spitzenkandidatin für die NÖ-Landtagswahlen die Haltung von Landeshauptmann Pröll, der trotz der tragischen Unglücksfälle der letzten Wochen noch immer nicht bereit ist, sich für eine Novellierung des derzeit geltende Waffengesetzes einzusetzen, so Weinzinger weiter.

Die Grünen NÖ haben am Aschermittwoch ihre Initiative "Waffen weg" gestartet. "Landesweit werden wir in den Gemeinden Resolutionen zu einem Verbot privater Waffen einbringen, und die Gemeinden auffordern, sich für eine Verschärfung der Gesetzeslage einzusetzen. Außerdem haben die Grünen eine Postkartenaktion gestartet.

Niederösterreich führt etwa gleichauf mit dem Burgenland österreichweit in der Statistik der genehmigten Waffen. Mit dem Stichtag 1. Jänner 1998 gab es in NÖ rund 85.000 legale Waffen. Das sind etwa 6 Waffenkarten (Waffenbesitzkarten und Waffenpässe) pro 100 Einwohner. "Waffen steigern nicht die Sicherheit, sondern gefährden sie", argumentiert Weinzinger. "Eine der ersten Aktionen der Grünen nach dem erfolgreichen Einzug in den NÖ-Landtag wird sein, eine entsprechende Resolution zur Verschärfung des Waffengesetzes an den Landtag zu richten." Ausgenommen vom Waffenverbot sollen nur in gewissem Ausmaß Jäger, Sportschützen und private Sicherheitsdienste sein.

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