"Was man nicht erklären kann, sieht man gern als Rheuma an"

Apotheker-Fortbildung zu Erkrankungen des Bewegungsapparates

Wien (OTS) - Von Sonntag, 1. März, bis Freitag, 6. März, findet die 31. Wissenschaftlichen Fortbildungstagung der Ö. Apothekerkammer in Bad Hofgastein statt. Im Mittelpunkt stehen Vorträge zu Erkrankungen des Bewegungsapparates leider auch heute noch häufig als "Rheuma" eingestuft und mit verschiedenen Schmerzmitteln behandelt. Dadurch können einerseits Schäden durch ein Zuviel an Schmerzmittel auftreten, andererseits wird mit der gezielten Therapie zu spät begonnen. Dabei stehen auch für diese Erkrankungen modernste Medikamente und Behandlungen zur Verfügung, die - rechtzeitig - in Anspruch genommen, Dauerschäden und Invalidität verhindern helfen. Um die Patienten darüber noch besser beraten zu können, nehmen rund 600 Apothekerinnen und Apotheker an der Fortbildungstagung teil.

In den Vorträgen können sich die Teilnehmer über Neuigkeiten auf dem Gebiet der Pathophysiologie, Prävention, Therapie und Pharmakotherapie, die Ziele und Konzepte in der modernen Arzneimittelforschung, die Neubewertung pflanzlicher Wirkstoffe, die richtige Ernährung und über Zusammenhänge zwischen seelischer Belastung und rheumatischen Erkrankungen informieren. Im Mittelpunkt stehen aber nicht nur Rheumaerkrankungen sondern Sportverletzungen sowie die Auswirkungen von körperlichen Belastungen auf das menschliche Gelenks- und Knochengerüst. Und nicht nur die medikamentöse Therapie wird diskutiert, auch auf andere Maßnahmen, etwa auf balneologische Möglichkeiten wird näher eingegangen. Eine Möglichkeit, die bereits Paracelsus im Gasteinertal erforschte.

Gesundheitsökonomie durch apothekerliche Therapiebegleitung

Der Amerikaner Univ.-Prof. Dr. Ch. D. Hepler bringt in seinem Referat auf der Fortbildungstagung einen wichtigen allgemeinen Aspekt zur Therapie ein: die Therapiebegleitung durch einen Apotheker und deren Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf und auf die Gesundheitsökonomie.

Das Tagungsprogramm im Detail:

Sonntag, 1. März 1998: 15.30 - ca. 19.00 Uhr: Vorträge Univ.-Prof. Dr. Ch. D. Hepler (Florida):
Pharmaceutical Care

Univ.-Prof. Dr. F. Rainer (Graz):
Klinik und Therapie der Degenerativ-rheumatischen Erkrankungen

Dr. S. Svoboda (Graz)
Psychosomatik der Bewegungsorgane

Montag, 2. März 1998: 15.30 - ca. 19.00: Vorträge
Prim. Dr. A. Ulreich (Gröbming):
Rehabilitation bei Erkrankungen des Bewegungsapparates

Prim. MR Dr. G. Leiner (Badgastein)
Brechterew und Balneologie

Univ.-Prof. Dr. F. Wagenhäuser (Zürich):
Die Gicht

Dienstag, 3. März 1998: 15.30 - ca. 19.00 Uhr: Vorträge Univ.-Prof. Dr. J. Jurenitsch (Wien):
Pflanzliche Anitphlogistika

Prim. Univ.-Doz. Dr. K. Engelke (Theresienhof/Frohnleiten):
Die gestörte Biomechanik des Bewegungsapparates als Ursache verschiedener Schmerzsyndrome

Priv.-Doz. DDr. G. Geisslinger (Erlangen):
Cox-1 und Cox-2 Hemmung: Wunsch und Wirklichkeit einer spezifischen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika

Mittwoch, 4. März 1998: 15.30 - ca. 19.00 Uhr: Vorträge Univ.-Prof. Dr. J. Smolen (Wien):
Kollagenosen - Klinik und Therapie

Prim. Univ.-Prof. Dr. G. Klein (Saalfelden):
Klinik und Therapie der chronischen Polyarthritis

Univ.-Prof. Dr. H. Möllmann (Bochum)
Glukokortikoide - Wirkungen und Nebenwirkungen

Donnerstag, 5. März 1998: 15.30 - ca. 19.00 Uhr: Vorträge
Prim. Mag. DDr. A. Wicker (Salzburg):
Sportverletzungen

Univ.-Prof. Dr. K. Klaushofer (Wien):
Osteoporose

Univ.-Prof. Dr. Ch. Müller-Goymann (Braunschweig):
Topisch angewendete Antiphlogistika

Freitag, 6. März 1998: 15.30 - ca. 19.00 Uhr: Vorträge
Prim. Univ.-Prof. Dr. H. Tilscher (Wien):
Konservativ-therapeutische Strategien bei Wirbelsäulenbedingten Erkrankungen

Prim. Dr. W. Siegmeth (Baden):
Fibromyalgie-Syndrom

Univ.-Prof. Dr. K. Brune (Erlangen):
Neue "Basistherapeutika"

Für Fragen oder telefonischen Kontakt zu den Vortragenden wenden Sie sich bitte an den Pressereferenten der Kammer, Herrn Walter Rettenmoser. Er ist heute noch in Wien (01/404 14/600) erreichbar, ab 28. Februar über das Hotel Norica (06432/8391) oder über das Tagungsbüro (ab 15 Uhr: 06432/7110/16). Falls Sie einen der Vortragenden kontaktieren wollen, lassen Sie uns das bitte spätestens einen Tag vor dessen Vortrag wissen.

Rückfragen & Kontakt:

Österr. Apothekerkammer
Walter Rettenmoser
Tel.: (01) 404 14/600

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