FP-Gratzer: Behörden haben sich im Fall Pottenstein mitschuldig gemacht

Restlose Aufklärung durch Landesrätin Prokop gefordert

St. Pölten (OTS) - "Daß die Behörden im Fall des Kindesmißbrauchs in der Gemeinde Pottenstein jahrelang den Hilferuf der verzweifelten Eltern ignoriert haben kann nicht mehr kommentarlos hingenommen werden. Es muß jetzt untersucht werden wie es zu diesem beschämenden Verhalten der involvierten Bezirks- und Landesbehörden kommen konnte", forderte heute der freiheitliche Landesparteiobmann Bernhard Gratzer. Wie berichtet, erhoben die Eltern des jahrelang, von einem Dechanten in Pottenstein, mißbrauchten Buben schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt Pottenstein, die Bezirkshauptmannschaften Baden und Wr. Neustadt, das Bezirksgericht Pottenstein und gegen den Psychologen der Landesregierung. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit FPÖ Bundesobmann Dr. Jörg Haider berichteten sie von ihrem jahrelangen Irrweg durch die besagten niederösterreichischen Behörden, die trotz des Wissens über den sexuellen Mißbrauch des Bubens nicht eingeschritten sind. "Kindesmißbrauch ist eines der abscheulichsten Verbrechen, die wir kennen. Die Behörden haben sich durch ihr Verhalten des Schweigens und Wegsehens im Fall Pottenstein mitschuldig gemacht," so Gratzer.

Die für die Jugendbelange in der NÖ-Landesregierung zuständige Referentin LHstv. Liese Prokop ist nun gefordert, für eine restlose Aufklärung zu sorgen und entsprechende Disziplinarmaßnahmen umgehendst einzuleiten. Gratzer: "Um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern, muß jetzt Prokop hart durchgreifen. Es ist leider eine Tatsache, daß die Landesrätin es bisher verabsäumt hat, ihren Amtsapparat entsprechend anzuweisen, Informationen über Kindesmißbrauch sofort nachzugehen. Es ist wohl das Mindeste, daß jetzt als Sofortmaßnahme eine zentrale Meldestelle in der Landesregierung eingerichtet wird" erklärte Gratzer.

Der freiheitliche Klubobmann forderte in diesem Zusammenhang neuerlich lebenslange Haft für schweren Mißbrauch und Kinderpornographie, keine Haftmilderung und eine Ausdehnung der Verjährungsfrist.

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