AK steht zu Werkvertragsregelung

Neue Regelung ist Weiterentwicklung und Modernisierung des Sozialsystems

Wien (OTS) - Als notwendige Modernisierung des Sozialversicherungssystems bezeichnete der stellvertretende Direktor der AK Wien, Georg Ziniel, die neue Werkvertragsregelung. Die Kostenvorteile für die Arbeitgeber durch versicherungsfreie Werkverträge wurden dadurch weitgehend beseitigt, Wettbewerbsverzerrungen aus der Welt geschafft. Gleichzeitig ging
es auch um den sozial- und arbeitsrechtlichen Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein Kippen der Werkvertragsregelung komme für die AK nicht in Frage. Ziniel begrüßt daher auch, daß solche Versuche im Parlament abgelehnt wurden.****

Dienstgeber hätten in zunehmenden Maße davon Gebrauch gemacht, anstelle regulärer Arbeitsverhältnisse lediglich "freie Mitarbeit" oder Werkverträge anzubieten. "Eine Putzfrau in einem Supermarkt war auf einmal selbständig", kritisierte Ziniel die Abdrängung aus der sozialrechtlichen Absicherung der Arbeitnehmer durch die Dienstgeber. Solche Tricks führten nicht nur zu einer beträchtlichen Erosion der Finanzierungsbasis des Sozialstaates, sondern auch zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen. Der Druck in Richtung solcher Vertragsgestaltungen sei groß gewesen, egal ob dies dem Arbeitssuchenden paßte oder nicht. Mit der Ausweitung der Sozialversicherungspflicht werden auch jene Beschäftigten, die keine regulären Arbeitsverhältnisse hätten, sozialen Schutz aus eigener Arbeit erhalten.

Der Trend zur Flucht aus dem Sozialrecht mußte gestoppt werden, so der AK-Direktor. Die erfolgte Einbeziehung aller Erwerbstätigen ab einem bestimmten Erwerbseinkommen, unabhängig von der Erwerbsquelle, sei ein Gebot der Stunde gewesen. Die neue Werkvertragsregelung sei für die Zukunft des österreichischen Sozialstaates von größter Bedeutung. Eine substantiellen Änderung der Regelung komme für die AK daher nicht in Frage. "Wer sich
gegen diesen Schritt der Weiterentwicklung des Sozialstaates
stellt, sei lediglich an dessen Abbau interessiert", schloß
Ziniel.

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