Trotz steigender Müllmenge:

Umweltverband Gänserndorf senkt Müllgebühr

St.Pölten (NLK) - Bei einer Pressekonferenz in
Hohenruppersdorf präsentierte heute der Gemeindeverband für Aufgaben des Umweltschutzes im Bezirk Gänserndorf (GVU) eine Müllgebührensenkung um 7 Prozent. Nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit kommen so jene angestrebten Verbilligungseffekte zum
Tragen, die zur Gründung des Umweltverbandes geführt haben. Beigetragen dazu hat neben effizienter und sparsamer Verbandsverwaltung und Betriebsführung die größere Nachfragekapazität des Verbandes. Sowohl bei Frächtern als auch bei der Deponie konnten in Abstimmung mit den anderen NÖ Abfallwirtschaftsverbänden viel bessere Konditionen erreicht werden, als sie eine einzelne Gemeinde erreichen könnte. Diese erarbeiteten Vorteile können nun an die Bürger in Form einer Gebührensenkung weitergegeben werden.

Bemerkenswert an dieser Senkung ist auch, daß sie trotz steigender Müllmenge im Bezirk Gänserndorf möglich ist. Trotz intensiver Aufklärungs- und Motivationsarbeit ist von 1996 auf
1997 nämlich die Restmüllmenge um 12 Prozent bzw. die Gesamtmüllmenge um 16 Prozent gestiegen. Daß 55 Prozent der Gesamtabfallmenge getrennt verwertet werden konnten und nur 45 Prozent deponiert werden mußten, wertete GVU-Obmann Mag. Dr. Rolf A. Neidhart als Erfolg: "Für diese großartige Trennleistung müssen wir uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern im Namen der Umwelt herzlich bedanken und zugleich bitten, auch weiterhin Altstoffe, Verpackungen, Problemstoffe und Restmüll richtig zu trennen."

Für 1998 steht die Verbandsarbeit unter dem Aspekt, die niederösterreichweite Abfallvermeidaktion "Sei g’scheit, vermeid" auf Bezirksebene fortzuführen bzw. umzusetzen und die ISO 14001-Zertifizierung zu erlangen, wozu ein von der NÖ Landesregierung gefördertes Pilotprojekt durchgeführt wird. Auch die Vorbereitungen zur Restmüllverbrennung werden vom Verband
gemeinsam mit den anderen NÖ Abfallwirtschaftsverbänden weiter vorangetrieben.

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