Gewerbeverein: Weltfremder Beamter auf der Insel der Seligen

Wien (OTS) - Herr Geschwandtner von der GÖD scheint am Aschermittwoch noch nicht mitbekommen zu haben, daß der Fasching zu Ende ist. Sein Vorschlag - so der Österreichische Gewerbeverein - daß sich der Parteienverkehr von Beamten auf nur mehr drei Halbtage pro Woche beschränken solle, ist nicht ernstzunehmen.

+ Wer mit Beamten zwangsweise zu tun hat, weiß, daß sich deren Arbeitsbelastung in Grenzen hält. Vielleicht fällt das weniger auf, wenn man es nur an drei Halbtagen in der Woche sieht?

+ Das Einsparungspotential im öffentlich-rechtlichen Bereich ist laut verschiedenster seriöser Studien zwischen 40 und 50 Prozent. Da werden die genannten 18 Prozent Personaleinsparung doch unterzubringen sein.

+ Vollkommen unverständlich ist der Beamten-Egoismus, um deren "Dienst nach Vorschrift" noch verschärfen zu wollen. Die Globalisierung beschert jedem im Wettbewerb stehenden Arbeitendem eine nicht zu unterschätzende Arbeitsverdichtung. Daß sich Beamte diesem Verdichtungsprozeß entziehen wollen, ist ein krasser Solidaritäts-Verstoß - die Apartheid der Priviligierten.

+ Am wichtigsten zählt aber, daß der GÖD-Funktionär vollkomen übersieht, für wen er da zu sein hat und von wem sein Bezug bezahlt wird: Auch Sie Herr Gschwandtner haben Kunden, die von Ihnen Monopolleistungen beziehen und dafür überhöhte Monopol-Preise (Steuern) zahlen.

Der Österreichische Gewerbeverein schlägt vor, Beamten von der Denkungsart eines Herrn Gschwandtner einmal ein Praktikum in der Privatwirtschaft angedeihen zu lassen. Vielleicht weiß er dann, daß nicht das einzige was stört, der Kunde ist, sondern Kundenzufriedenheit das wesentlichste Kriterium einer funktionierenden Wirtschaft ist.

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