Beschwerde von RA Dr. Georg Zanger für die Israelitische Kultusgemeinde gegen den Artikel "Judentum in Geschichte und Gegenwart: Mit Wort und Wehr für Judas Ehr" im Phoenix, Ausgabe Juli/September 1997

Wien (OTS) - Der Österreichische Presserat hat sich in seiner Sitzung vom 25. Februar 1998 mit o.g. Beschwerde befaßt. Er hat das Verfahren einstimmig durch die Feststellung beendet, daß durch das Verhalten des Journalisten und durch die Veröffentlichung Berufspflichten der Presse grob verletzt wurden (§§ 13 (2) c.2. und d.2. GO).

Begründung: Der Autor verstieß durch die gezielte Verwendung einer für den Antisemitismus typischen Sprache gegen den Ehrenkodex der Österreichischen Presse (Pkt. 5.5.), der jede Diskriminierung aus rassischen, religiösen oder anderen Gründen für unzulässig erklärt. Außerdem nahm der Presserat als erwiesen an, daß die Kultusgemeinde nicht "unter dem Deckmantel der Hilfe für Holocaust-Opfer horrende Subventionen kassiert hat".

Der Presserat erkannte einstimmig auf Veröffentlichung seiner Entscheidung.

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