Umfrage: Österreichweit deutliche Mehrheit für Pater Udo. 66 % der Meinung: Krenn soll gehen. Krenn im News-Interview: "Die Macht des Bösen ist zu spüren." Vorausmeldung zu News Nr. 9 vom 26.2.1998

Wien (OTS) - Wie News berichtet, sind laut einer aktuellen News-Gallup-Umfrage 75 % der Österreicher der Meinung, die Absetzung Pater Udo Fischers durch Bischof Krenn sei falsch. Nur 8% halten diesen Schritt für richtig. 66% der Befragten sind der Meinung, Bischof Krenn soll nach dem Vorfall "zurücktreten oder abgesetzt werden". Umgekehrte Sympathiewerte für Pater Udo Fischer: 79 % plädieren dafür, der Pfarrer soll "Widerstand leisten und in Paudorf bleiben". 85 % der Österreicher glauben, Krenns Aktion hätte der Kirche geschadet.

Bemerkenswert die Umfragewerte der deklarierten FPÖ-Wähler entgegen der von Klubobmann Stadler vorgegebenen Parteilinie, die mit Bischof Krenn sympathisiert, decken sich mit dem Bundesschnitt. Auch FP-Wähler sind klar mehrheitlich der Meinung, Bischof Krenn möge zurücktreten.

Bischof Krenn zeigt sich im News-Interview weiter unnachgiebig. Er betrachte sich nicht als "isoliert". Krenn: "Isoliert ist man nur dann, wenn man lügt. Isoliert ist man nur dann, wenn man dumm ist. Aber isoliert ist man nicht, wenn man wenigstens versucht, die Wahrheit zu sehen und zu sagen."

Über die aktuelle Situation der Kirche meint Krenn: "Sie ist schwierig. Es ist in vielem, was sich derzeit ereignet, die Macht des Bösen zu spüren."

Seinen Kritikern antwortet Krenn: "Es soll sich halt nicht jeder, von Feldkirch bis Wien, so sehr engagieren oder blöd daherreden." Damit meine er aber ausdrücklich nicht seine Bischofskollegen.

Einen Dialog zwischen Bischofskonferenz und Kirchenvolksbegehren lehne er weiterhin ab. Daran werde sich auch nichts ändern. Krenn:
"Die Bischofskonferenz kann nie etwas sagen oder entscheiden, wenn nicht auch ich zustimme. Das wird immer wieder vergessen." Er hoffe aber sehr "auf die Gnadenstunde der Wiederversöhnung".

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