Der ARBÖ hat Bundesminister Dr. Hannes Farnleitner auf die unbillige Härte sowie die ungerechtfertigte Vorgangsweise der ÖSAG beim Ersatz von Mautvignetten nach Glasbruch hingewiesen

Wien (ARBÖ) - Ein selbstverschuldeter Unfall mit Glasbruch
führt bekanntlich seit 1. Jänner zu keinem kostenlosen Ersatz der Mautvignette mehr. Der ARBÖ hat daher Bundesminister Dr. Hannes Farnleitner aufmerksam gemacht, daß sich die Kraftfahrer gegen diese einseitige, ungerechtfertigte und unbillige Änderung mit Sicherheit zur Wehr setzen werden.

Seit 1. Jänner gilt bekanntlich folgende Regelung:

Die Kosten einer Ersatzvignette werden nach einem, durch einen Unfall mit Scheibenbruch von der Haftpflichtversicherung des schuldtragenden Unfallgegners oder durch die eigene Kaskoversicherung (dies jedoch bei Verlust des Kaskobonus!) übernommen. Nur in Fällen von Steinschlag, Wildschaden oder höherer Gewalt wird die bisherige Ersatzregelung beibehalten.

Ausschließlich jene Kraftfahrer, die einen Unfallschaden (mit Glasbruch) selbst verschulden, werden damit seit 1. Jänner 1998 schlechter gestellt als im Jahre 1997 und schauen durch die
Finger, so der ARBÖ. Es ist nicht auszuschließen, daß es zu vermehrten Angaben von "Steinschlag" bzw. "Wildschaden", dies noch dazu mit Bestätigung durch die Gendarmerie, in Glasbruchfällen kommen wird.

Faktum ist: Die Vignette ist nur ein Nachweis für die
geleistete Maut. Da in diesen Fällen die Maut für 1998 bereits beglichen und nur der "Nachweis" in Form der Vignette zerstört wurde, besteht laut ARBÖ kein objektives Unterscheidungsmerkmal zwischen jenen Fällen, die auch künftig ersetzt werden sollen, und jenen, für die ein Ersatz nicht mehr vorgesehen sein soll.

Wer meint, daß in solchen Fällen eine zweite Bezahlung erforderlich ist, irrt und unterschätzt den Gerechtigkeitssinn der österreichischen Bürger. Derartige Beispiele von ungerechtfertigter und bürokratischer Behandlung erklären die Verdrossenheit der Kraftfahrer.

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