Erfolgreiche Partnerschaft Naturschutz und Landwirtschaft

Erste Bilanz des NÖ Kulturlandschaftsprogrammes

St.Pölten (NLK) - Das seit zwei Jahren in Niederösterreich laufende Kulturlandschaftsprogramm hat sich zum Ziel gesetzt, Naturschutz in Partnerschaft mit Gemeinden, Vertretern von Jagd, Landwirtschaft und anderen Interessensgruppen umzusetzen. 50 Bürgermeister, Gemeinderäte, Landwirte u.a. statteten nun den Gemeinden Wilhelmsburg, Tullnerbach und Pfaffstätten einen Besuch ab, um die Partnerschaft zwischen Naturschutz und Gemeinden vor
Ort kennenzulernen. Die erfreuliche Bilanz lautet, daß sich Naturschutz auf Kommunalebene besonders gut realisieren läßt und sich die Partnerschaft von Gemeinde und Naturschutz für beide Seiten lohnt.

In der Praxis zeichnet sich Wilhelmsburg besonders durch eine professionelle Zusammenarbeit zwischen Direktvermarktern und Naturschutz aus, während Tullnerbach auf der Ebene des Vertragsnaturschutzes Vorbildliches leistet. Pfaffstätten wiederum hat eine Verbindung zwischen dem Naturschutz und der Vermarktung
von Qualitätswein geschaffen und führt nun die Gottesanbeterin auf den Flaschenetiketten.

Insgesamt gibt es mittlerweile in Niederösterreich 30 aktive Kulturlandschaftsprojekte, zum Teil in enger Zusammenarbeit mit
der Dorferneuerung, 15 zusätzliche Gemeinden befinden sich im Stadium der Beratung. In den letzten Jahren wurden dafür aus dem NÖ Landschaftsfonds ca. 10 Millionen Schilling bereitgestellt und hinsichtlich der Umsetzung der Projekte für Landwirte, Gemeinden und andere Förderungswerber weit über 100 Millionen Schilling lukriert.

Von allen Projektverantwortlichen wird die gute Zusammenarbeit
in der gemäß Förderungsvoraussetzungen verpflichtenden Projektgemeinschaft hervorgehoben. Die Planung wird so zu einem wirklich lebendigen Instrumentarium der Gemeinde, löst viele schlummernde Probleme bereits im Ansatz und verhilft zu konstruktiven und qualitativ hochwertigen Arbeitsergebnissen.

Dipl.Ing. Wolfgang Suske, der Leiter des Kulturlandschaftsprogrammes in der Naturschutzabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung, merkt zur Idee dieser erfolgreichen Partnerschaft und ihrer weiteren Entwicklung an: "Das Kulturlandschaftsprogramm NÖ zeichnet sich durch zwei Qualitätsmerkmale aus: Wir arbeiten sehr stark umsetzungsorientiert, investieren nur dort, wo auch wirklich Bereitschaft zu entsprechender Aktivität spürbar ist. Und wir liefern wichtige anwendbare Datengrundlagen für alltägliche Entscheidungen der Gemeinde - also keine Schubladenpläne. Das
macht unser Programm interessant."

Aufgrund der großen Nachfrage bei dieser ausgebuchten Exkursion wird im Herbst dieses Jahres ein weiterer Projektbesuch
stattfinden.

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