Exporte in die Schweiz wachsen wieder

Konjunkturaufschwung und starker Franken schaffen günstige Voraussetzungen - Österreichs Handelsaktivum 1997 vergrößert

Wien (PWK) - Die Schweizer Wirtschaft hat sich nach sechs "mageren Jahren" deutlich erholt, meldet Handelsdelegierter Erich Dix aus Zürich. Davon profitiert das österreichisch-schweizerische Handelsvolumen, das 1996 noch leicht zurückgegangen war, 1997 hingegen um 5 Mrd S auf einen Gesamtwert von 60,3 Mrd S kletterte.*) ****

Österreichs Exporte in die Schweiz erreichten im Vorjahr 34,1 Mrd S (+13 Prozent gegenüber 1996), die Importe aus dem Nachbarland lagen bei 26,2 Mrd S (+5 Prozent). Das österreichische Aktivum im Handel mit der Schweiz hat sich dadurch weiter vergrößert.

Getragen wird der Schweizer Wirtschaftsaufschwung vor allem von der kräftigen Exportdynamik, erklärt Dix. 1997 nahmen die Exporte des Nachbarlandes weltweit um 12 Prozent zu. Der damit im Zusammenhang stehende hohe Bedarf der schweizerischen Exportindustrie an Ausrüstungen, Maschinen und Zulieferungen aller Art kam den österreichischen Lieferanten sehr zugute. Das wirkte sich stark auf die Höhe der österreichischen Gesamtexporte in die Schweiz aus, die zu etwa einem Viertel aus Maschinen und Fahrzeugen bestehen.

Eindrucksvolle Zuwächse verzeichneten im abgelaufenen Jahr auch die heimischen Chemieexporte in die Schweiz (+30 Prozent), so Dix. Einen großen Anteil daran hätten allerdings konzerninterne Lieferungen österreichischer Niederlassungen schweizerischer Unternehmen. Erfreulich seien auch die Zunahmen bei Metallen und Präzisionsinstrumenten.

Dix schätzt, daß die positive Entwicklung der österreichischen Schweizexporte auch im laufenden Jahr anhalten wird. Der gefestigte Schweizer Franken sei dafür sehr förderlich. In erster Linie werde der bilaterale Außenhandel aber von der Wirtschaftslage in den beiden Ländern beeinflußt. Da für heuer aufgrund der Asienkrise auch in der Schweiz ein etwas schwächeres Wirtschaftswachstum erwartet wird als ursprünglich angenommen wurde, werden sich voraussichtlich auch die österreichischen Ausfuhren in das Nachbarland in einem langsameren Tempo entwickeln als im Vorjahr.

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