ARBÖ: Ersatz der Mautvignette unbefriedigt gelöst

Wien (ARBÖ) - Der ARBÖ hat vor Wochen vom Wirtschaftminister
Dr. Johannes Farnleitner eine ausreichende Lösung für den Ersatz der Mautvignette bei einem Bruch der Windschutzscheibe verlangt. Gestern teilte der Wirtschaftsminister dem ARBÖ mit, daß er daran festhält, daß die ÖSAG Vignettenersatz nur bei Steinschlag, Wildschaden oder höherer Gewalt (z.B. Lawinen) leisten soll.

Bekanntlich ersetzt die Mautgesellschaft nur mehr unter diesen Bedingungen das Mautpickerl kostenlos. Wird die Windschutzscheibe jedoch durch einen Verkehrsunfall beschädigt, muß die Vignette, sofern sie von keiner Versicherung gedeckt wird (Haftpflicht des Unfallbeteiligten oder eigene Kaskoversicherung), vom Fahrzeugbesitzer neu erworben werden.

In der Praxis werden durch soll eine Regelung nach Meinung des ARBÖ die Kraftfahrer geradezu angehalten, bei selbstverschuldeten Glasschäden falsche Angaben über den Unfallhergang (Steinschlag, Wildschaden, oder höhere Gewalt) zu tätigen. Was auch zusätzlich zu einer stärkeren Belastung der Exekutivorgane durch eine erhöhte Anzahl von Wildschadenanzeigen führen würde.

Der ARBÖ hat sich daher heute abermals mit der Bitte an Wirtschaftsminister Dr. Johannes Farnleitner gewandt, die im Jahre 1997 bestens funktionierende Lösung des Pickerl-Ersatzes bei Glasbruch der ÖSAG weiterhin vorzuschreiben.

Das Argument des ARBÖ: Wer bereits einmal die Maut entrichtet hat, darf auch im Falle eines Glasbruches kein zweites Mal zur
Kassa gebeten werden. "Mehr als eine zerbrochene Scheibe mit vorhandener Vignette als Grundlage für den kostenlosen Austausch kann nicht verlangt werden", erklärte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar, "alles andere wäre untulich und geradezu rechtswidrig."

Der ARBÖ hofft auf Verständnis des Wirtschaftsministers in dieser Frage und auf eine rasche Lösung der Vernunft.

Rückfragen & Kontakt:

(01) 891 21/244 oder 280
e-mail: presse@arboe.or.at

ARBÖ Presse

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR