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Gehrer: Werden TIMSS-Studie im Detail analysieren lassen Einsatz neuer Unterrichtsmethoden noch nicht zufriedenstellend

Wien/Boston (OTS) "Wir nehmen die Ergebnisse der TIMSS – Third International Mathematics und Science Study, die Schülerleistungen in Mathematik und Naturwissenschaft international vergleicht, sehr ernst und werden die Studie im Detail analysieren lassen. Die Untersuchung zeigt vor allem, dass an den Oberstufen der AHS und
BHS der Einsatz neuer Unterrichtsmethoden, aber auch der neuen Medien noch nicht zufriedenstellend ist. Das senkt die Motivation der Schüler." Das sagte heute, Dienstag, Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer anläßlich der Präsentation der Studie in Boston, USA. ****

Wie die Studie ergeben hat, können die Oberstufenschüler in den AHS und BHS nicht an die Leistungsqualität der Volksschulen im Bereich der naturwissenschaftlichen Fächer im internationalen Vergleich anschließen. Während den Volksschülern bei ihren Kenntnissen ein Platz im oberen Spitzenfeld bestätigt wurde,
liegen die Maturanten in den Bereichen "Allgemeinwissen über Naturwissenschaften und Mathematik" im internationalen Mittelfeld und beim "anspruchsvollem Fachwissen" in Physik und Mathematik im letzten Drittel. Die Mädchen schneiden dabei in der Regel immer schlechter als die Knaben ab.

Einen wichtigen Ansatz zur Verbesserung der Schülerleistungen sieht Gehrer auch in der Lehrerausbildung an den Universitäten:
Der Didaktik muss ein höherer Stellenwert zugemessen werden.

Die Schwierigkeiten, die die Maturaschüler mit den Fragestellungen hatten, belegen, dass derzeit immer noch zu viel enzyklopädisches Wissen vermittelt und verlangt wird und zuwenig langfristiges und exemplarisches Wissen gelernt wird. Gehrer: "Was wir brauchen, sind gesicherte Grundlagen der Schüler im Fachwissen und das Verstehen von Zusammenhängen. Hier herrscht im Oberstufenbereich ein Nachholbedarf. Die Modernisierung der Lehrpläne, wie wir sie derzeit vorbereiten, geht mit ihrer
Trennung in Kern- und Erweiterungsbereiche in die richtige Richtung."

Die Ministerin erwartet sich, dass die Erkenntnisse aus dieser TIMSS-Studie neben den Maßnahmen, die das Unterrichtsministerium setzen wird, an den Schulen diskutiert, und auch an den Schulen direkt Konsequenzen gezogen werden.
(Schluss)
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