Scholz: Keine "Sondersteuer" für ausländische Kinder

Wien (OTS) - Er lehne die Ideen des freiheitlichen Stadtschulrats-Vizepräsidenten glatt ab, teilt Wiens Stadtschulratspräsident Kurt Scholz zur heutigen Aussendung von FP-Vizepräsident Rudolph mit.

"Insbesondere der Vorschlag einer 'Sondersteuer' für ausländische Kinder in den österreichischen Schulen ist absurd. Setzt sich so etwas einmal international durch, wären die hunderttausenden Auslandsösterreicher die Hauptbetroffenen. Die österreichische Bundesregierung müßte dann an über hundert Nationen der Welt, die Auslandsösterreicher beheimaten, 'Bußgeld' für deren Schulkinder bezahlen. Ein solcher Vorschlag ist im Zeitalter der europäischen Einigungsbewegung einfach absurd", meint Scholz.

Auch der Idee, bei der Schulaufnahme die Aufenthaltsbewilligungen der Eltern zu kontrollieren, kann Scholz nichts abgewinnen. "Erstens fehlen dafür die schulrechtlichen Bestimmungen, zweitens würden dann dutzende Kinder aus Angst vor Kontrollen und Sanktionen in die Anonymität abgedrängt werden. Es gibt keine humane Alternative zum derzeitigen System. Kinder als U-Boote gab es schon, und zwar von 1938 bis 1945. Das darf sich nicht wiederholen", schließt Scholz.

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