Jahresabschluß 1997 / AUTANIA Aktiengesellschaft für Industriebeteiligungen: AUTANIA setzt Konsolidierungskurs fort

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Jahresüberschuß in Höhe von
17,3 Mio. DM vermindert erneut den Verlustvortrag

Mit einem positiven Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 1997 dokumentiert die AUTANIA Aktiengesellschaft für Industriebeteiligungen, Frankfurt am Main, die weitere Konsolidierung der Gesellschaft und die Entwicklung der Konzernunternehmen. In der AUTANIA AG beliefen sich die betrieblichen Erträge auf 11,0 Mio. DM (1996: 15,1 Mio. DM). Damit realisierte die Gesellschaft in 1997 erneut ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von +7,7 Mio. DM (1996: +7,6 Mio. DM). Unter Berücksichtigung von a.o. Erträgen in Höhe von +9.6 Mio. (1996: +14.1 Mio. DM) aus Forderungsverzichten und Buchgewinnen aus dem Verkauf von Produktrechten kann die AG somit einen Jahresüberschuß in Höhe von +17,3 Mio. DM (i.Vj.: +21,6 Mio. DM) vorweisen, und erneut den Verlustvortrag der Gesellschaft reduzieren. Durch den Verkauf der Gesellschaften Heid-Magdeburg Werkzeugmaschinen GmbH und Werkzeugmaschinenbau Sinheim GmbH aus dem Beteiligungskreis reduzierte sich im gleichen Zeitraum die Bilanzsumme auf 35,4 Mio. DM (1996: 38.0 Mio. DM).

Im Konzern konnten im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 53,0 Mio. DM (i.Vj.: 63,1 Mio. DM) erzielt werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 8,6 Mio. DM (1996: -0,3 Mio. DM). Unter Einbeziehung des a.o. Ergebnisses schließt der Konzern das Wirtschaftsjahr 1997 mit einem Überschuß in Höhe von +10,4 Mio. DM (1996: +13,4 Mio. DM) ab.

Im Berichtsjahr wirkten sich zudem die bereinigten Bürgschaftsverpflichtungen und abgeschlossene Forderungsverzichte aus. Vorsorglich gebildete Rückstellungen konnten ertragswirksam aufgelöst werden. Mit dem Jahresüberschuß per 31.12.1997 verfügt die AUTANIA AG über Eigenmittel in Höhe von 14,5 Mio. DM.

Grundlage des operativen Erfolges ist das österreichische Tochterunternehmen WFL - Werkzeugmaschinenfabrik LINZ Ges.mbH. Die Gesellschaft stellt innovative High-End-Werkzeugmaschinen auf Basis der WFL-MILLTURN-Technologie her. Dabei handelt es sich um flexible Bearbeitungszentren mit bis über 100 separaten Werkzeugen auf Scheibenradmagazinen, die in einem Arbeitsgang eine anspruchsvolle Komplettbearbeitung mit Dreh-, Bohr- und Fräsvorgängen durchführen. Die wirtschaftlichen Vorzüge der WFL-Produkte werden sowohl in dem zuletzt wieder erstarkten Maschinenbau, allen voran der Druck- und Papiermaschinenbau, der Luftfahrttechnik sowie der Kunststoffindustrie und dem Motorenbau genutzt. Darüber hinaus beliefert die Gesellschaft die Automobil- und Zulieferindustrie, die Elektroindustrie und Antriebstechnik. Statt herkömmlicher 16 Operationen auf 16 Maschinen bei einer Durchlaufzeit von 16 Wochen, bewältigt eine einzige MILLTURN von WFL den gleichen Arbeitsprozeß mit zwei Operationen in nur einer Woche. Diese Kostenvorteile in der Anwendung haben in der Branche Standards gesetzt und ermöglichen den Kunden eine schnelle Amortisation der Maschinen. Die WFL steigerte in 1997 ihre Umsatzerlöse um 23,3% auf rund 53 Mio. DM (1996: 43,0 Mio. DM). Das Ergebnis stieg auf 1,87 Mio. DM (1996: 693 TDM). Die gute Liquiditätssituation dokumentiert sich im Cash-flow der Gesellschaft. Während in 1996 lediglich ein Betrag in Höhe von 1,0 Mio. DM ausgewiesen werden konnte, betrug die Kennzahl 1997 rund 3,9 Mio. DM.

Die Immobiliengesellschaften ELTEK Verwaltungsgesellschaft mbH und Konrad-Adenauer-Ufer B.V., deren Umsätze in der Konzernbilanz als sonstige Erträge ausgewiesen werden, entwickeln sich gegen den anhaltend schwachen Immobilienmarkt. Während in Chemnitz (ELTEK) gegenwärtig noch weitere Anstrengungen zur Restvermietung laufen, ist das Objekt in Köln zu guten Konditionen vermietet. In 1997 wurde durch eine Umfinanzierung unter Ausnutzung des niedrigen Zinsniveaus die Kostenstruktur weiter verbessert.

Geschäftsjahr 1998 / aktuelle Situation

Der Vorstand ist weiter bemüht, die laufenden Verhandlungen hinsichtlich der Regelung der noch offenen Fragen und Restrisiken der Konsolidierung in den nächsten Monaten zum Abschluß zu bringen. Für 1998 ist mit keinen weiteren nennenswerten periodenfremden Erträgen zu rechnen. Operativ werden die beiden Immobiliengesellschaften zur Liquidität und zum Ergebnis beitragen. Der bei der WFL-Werkzeugmaschinenfabrik LINZ Ges.mbH vorhandene Auftragsbestand stellt ein positives Unternehmensergebnis 1998 im wesentlichen sicher. Nach Abschluß der Konsolidierungsphase besteht die Absicht, die AUTANIA AG, im Rahmen des bestehenden Finanzspielraumes, zu einer Mittelstandsholding für den technologisch anspruchsvollen Maschinenbau zu entwickeln.

Die Hauptversammlung für den Jahresabschluß 1997 findet am 31.03.1998 in Frankfurt statt.

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