Höger: 160 Millionen jährlich für Lehrlingsausbildung

Wenn trotz Impulses keine Verbesserung kommen Änderungen

Wien (OTS) - Rund 160 Millionen Schilling wendet das AMS-Niederösterreich allein heuer zur Förderung der Lehrlingsausbildung auf, rechnet man dies auf die komplette Lehrzeit von drei Jahren hoch, so bedeutet dies eine Förderung von fast einer halben Milliarde Schilling. Dieser Kraftakt ist nicht unbegrenzt fortsetzbar, kommt es trotz dieses enormen Impulses zu keiner weiteren Verbesserung der Ausbildungssituation, werden Änderungen des Berufsausbildungssystems vorgenommen, stellte Landeshauptmannstv. Ernst Höger Samstag klar. "Dazu gehören beispielsweise Überlegungen Richtung einer Berufsfachschule, innerhalb derer die Ausbildung zur Gänze absolviert werden kann und deren Abschluß mit der Lehrabschlußprüfung gleichgestellt wird, die Forcierung von zwischen-und überbetrieblichen Ausbildungsmodellen und Lehrwerkstätten sowie die Nutzung der vorhandenen Ressourcen aus der Erwachsenenbildung, etwa des BFI, das bereits diesbezügliche Modelle vorbereitet hat. Die Finanzierung hat über Fonds zu erfolgen, die unter anderen von nichtausbildenden Betrieben gespeist werden", betonte Höger.

Die hohe Ausbildungsqualität gehört mit zu den wesentlichen Standortkriterien von Unternehmen und weist in Niederösterreich ein sehr hohes Niveau auf, das es aufrechtzuerhalten gilt, stellte der Landeshauptmannstv. klar. "Eine fundierte Ausbildung und Qualifikation ist nicht nur für unsere Wirtschaft von größter Bedeutung, sondern die Grundlage der persönlichen Zukunft jedes einzelnen Jugendlichen. Der Einstieg in die Arbeitswelt darf nicht mit Arbeitslosigkeit und dem Verlust wertvoller Jahre beginnen", hob Höger hervor. Die Lehrlingsausbildung war noch nie so billig und so gut gefördert wie heute, was im Lehrlingspaket der Bundesregierung und dem Kraftakt des Sozialministeriums über die AMS begründet liegt. "Auch wenn Niederösterreich im Bundesländervergleich relativ gut abschneidet darf das nicht darüber hinwegtäuschen, daß das AMS mit einem weiteren Rückgang des Lehrstellenangebots im heurigen Jahr um rund 8 Prozent rechnet", erinnerte der Landeshauptmannstv. Mit finanziellen Förderungen allein ist dem Problem offensichtlich nicht beizukommen, ebensowenig wie mit Selbstbelobigungen für einzelne, durchaus wichtige und erfreuliche Maßnahmen und Projekte, schloß Höger.

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