Flanderns Ministerpräsident auf Besuch in St.Pölten

Vortrag zum Thema Regionen in Europa

St.Pölten (NLK) - Die besondere Stellung Niederösterreichs im Reigen der europäi-schen Regionen und die gute Zusammenarbeit mit Flandern unterstrich heute der Ministerpräsident der Regierung in Flandern, Luc van den Brande, in seinem Vortrag "Niederösterreich
- ein Region im Aufbruch nach Europa" im Festspielhaus zum Auf-
takt seines St.Pölten-Besuches. So wie in Flandern würde auch in Niederösterreich das Thema Arbeitsplätze Kernpunkt der Wirtschafts- und Sozialpolitik sein. Beson-ders wichtig sei dabei eine ausgewogene Wirtschaftspolitik, in der "Produktinnovation und technologische Erneuerung an erste Stelle stehen". Luc van den Brande, seit 1992 Ministerpräsident der Regierung in Flandern, würdigte auch die zentrale Lage, die guten Verkehrsverbindungen
und das qualifizierte Personal Niederösterreichs sowie die guten Kontakte zu den Ländern in Zentral- und Osteuropa. Zudem sei Nie-derösterreich unter Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute einer der wichtigsten Vorkämpfer des Regionalismus in Europa und eines der aktivsten Mitglieder der Ver-sammlung der Regionen Europas (VRE), deren Präsident Van den Brande seit 1996 ist. Die fortschreitende Integration Europas führe außerdem dazu, daß die Bedeutung von Staatsgrenzen verwischt werde. Dennoch seien es vor allem die Regionen, die Europa verbinden, ohne dabei "die
Einwohner aus ihrer hergebrachten Kultur und erkennbaren Umgebung
zu entwurzeln". Zudem würden die Regionen unter anderem für die Bereiche Bildung, Forschung, Entwicklung und Infrastruktur zuständig sein und dadurch die qualitativen Wettbewerbungsbedingungen effektiv beeinflussen. Zur Er-weiterung der EU meinte Luc van den Brande, daß die "Wettbewerbsbedingungen nicht verzogen werden dürfen". Aus niederösterreichischer Sicht sollten die Kriterien zur Abgrenzung der Zielgebiete der
Problematik der ländlichen Regionen Rechnung tragen und nicht nur abgestimmt sein auf die industriellen Gegebenheiten.

In seinem Begrüßung skizzierte Landeshauptmann Pröll die Entwicklung und die gegenwärtige Lage Niederösterreichs, um dem Gast aus Flandern ein Bild über das blau-gelbe Kernland zu geben. In diesem Zusammenhang unterstrich er auch die gute Zusammenarbeit mit Flandern. Niederösterreich werde außerdem weiterhin ein akti-ves Mitglied in der VRE sein, meinte Pröll. "Ein dauerhaftes
Europa hat nur dann eine Chance, wenn kleine Einheiten gut funktionieren."

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