ARBÖ warnt alle Zweiradfans in diesem "sommerlichen" Februar: Hinterlegte Kennzeichen früher als vereinbart wieder zu aktivieren kann teuer zu stehen kommen

Wien (ARBÖ) - Mit Sonnenschein, trockenen Straßen und warme Temperaturen wie im Frühsommer werden wir derzeit in ganz Österreich verwöhnt. In diesem heißesten Februar aller Zeiten wollen viele Besitzer von Cabrios und Motorrädern nicht länger warten, und die "sommerliche" Februarsonne mit ihren Fahrzeugen genießen.

Doch der ARBÖ warnt Fahrzeugbesitzer, die ihre Kennzeichen hinterlegt oder freiwillig auf die Benutzung ihres Motorrades verzichtet haben, diese vor dem vereinbarten Zeitpunkt zu reaktivieren.

"Wird die Wiederausfolgung der hinterlegten Kennzeichen beispielsweise nur einen Tag früher als vereinbart beantragt", so Mag. Elisabeth Brugger-Brandau, volkswirtschaftliche Referentin
des ARBÖ, "fällt der komplette Vorteil der Hinterlegung weg." Das heißt, sowohl die Steuer als auch die Versicherung ist zur Gänze für den Hinterlegungszeitraum zu entrichten.

Teuer kann es auch dann werden, wenn ein Fahrzeug, auf dessen Benützung freiwillig verzichtet wurde, in diesem mit der Versicherung vereinbarten Zeitraum in Betrieb genommen wird und es zu einem Schadensfall kommt, warnt der ARBÖ.

"Dann kommt es auf den konkreten Text im Versicherungsvertrag an", erläutert Mag. Brugger Brandau. Im besten Fall besteht trotz des Benutzungsverzichts grundsätzlich weiterhin Versicherungsschutz, dann fällt ein Schadenersatzbeitrag in der Höhe von rund 1500 bis 5000 Schilling an.

Schlimm kann es aber jenen Kraftfahrzeugbesitzern ergehen,
deren Versicherung dann im Schadensfall von einer Obliegenheitsverletzung ausgeht, die ihr laut Vertragsklausel eine Leistungsfreiheit einräumt. Dann wird die Versicherung zwar den Schaden des Unfallopfers vorleisten, diese hat jedoch Regreßansprüche an den Versicherten.

"Grundsätzlich sollte die Hinterlegungs- oder Verzichtsdauer im Vorhinein mit der Versicherung ebenso klar ausgehandelt werden wie die Bedingungen für die Zeit der Nichtbenützung", so Mag. Brugger-Brandau, "diese Abmachungen sind dann für den Versicherungsnehmer bindend."

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