Austria Online klagt ORF

"Daß der ORF das nötig hat . . ."

Wien (OTS) - "Daß der ORF das nötig hat . . ." Austria Online klagt ORF wegen "kreditschädigender" Behauptungen.

Die ersten Ergebnisse der Österreichischen Web-Analyse sind kaum einen Tag alt, und schon fliegen die Fetzen. Nachdem der ORF dem Sieger der Auswertung, "Austria Online", den Stockerlplatz streitig macht und die Ergebnisse einfach anders darstellt, geht Austria Online vor Gericht. Austria Online - ein Verbund von regionalen Online-Medien - hat die erste Web-Analyse klar gewonnen. Mit 1.257.092 Sichtkontakten in den ersten beiden Februar-Wochen ist der Verbund der zugriffsstärkste Web-Dienst Österreichs. Doch der ORF -auf Platz zwei der Liste -reklamiert die Position des Spitzenreiters für sich. Nun hat Rechtsanwalt Dr. Georg Zanger im Namen von Austria Online Klage eingebracht. "Daß der ORF sich dazu veranlaßt sieht." Der Wiener Rechtsanwalt Dr.Georg Zanger schüttelt den Kopf. In Händen hält er die von ihm verfaßte druckfrische Klage gegen den ORF, die er am Freitag beim Handelsgericht Wien eingebracht hat. Weshalb? Zanger:
"Die Klage gründet sich auf im Wettbewerb herabsetzende, kreditschädigende, unwahre Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen, die man sich nicht gefallen lassen darf." Und: "Es gehört ein Schlußstrich gezogen gegenüber einem Unternehmen, das sich noch immer als Monopol versteht." Zum Grund der Erregung: Die ÖWA hatte österreichische Online-Medienin den ersten beiden Februar-Wochen bewertet. Austria Online, ein Verbund aus regionalen Informationsdiensten erzielte in diesem Zeitraum stolze 1.257.092 Sichtkontakte und den ersten Platz. Der Internet-Angebot des ORF wurde mit 1.143.839 Sichtkontakten respektabler Zweiter. Das aber reichte den Mannen am Küniglberg offenbar nicht. Also griff man zu einem probaten Mittel: Teils wurde Austria Online einfach ganz verschwiegen, teils aufs Härteste attackiert. Für Zanger Grund genug, darzulegen: "So nicht!" Dabei geht es Zanger darum, eine "neue Wettbewerbssprache zu bewirken". Die Klage soll dem ORF gewissermaßen eine Lehre sein, deshalb wurde der Streitwert mit 300.000 Schilling auch denkbar niedrig angesetzt. Dem ORF soll schlichtweg beigebracht werden, "daß er es unterläßt, seinen Mitbewerber in dieser Form zu belästigen" und "ÖWA-Aussendungen zu verfälschen". Widerrufen muß der ORF laut Zanger zumindest all jene Aussagen, die einfach unwahr sind. So zum Beispiel, daß die Furche und der Falter zu Austria Online gehörten. Widerruft der ORF nicht freiwillig, dann eben "im Namen der Republik". In drei Wochen wird der ORF seine Antwort zur Klage formuliert haben. Man darf gespannt sein.

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