FP-Schimanek: Pröll ist erklärter Liebling der osteuropäischen Atom-Lobby

Landeshauptmann lehnte wichtige Unterstützung der Bürgerinitiativen ab

ST.Pölten (OTS) - In der Atomfrage zeigt sich wieder einmal das "Wahre Gesicht des Erwin Pröll", stellte heute FP-Landesrat Hans Jörg Schimanek fest. Schimanek: "Wenn Pröll jetzt ankündigt, er werde die gefährlichen osteuropäischen Atomreaktoren an der niederösterreichischen Grenze bekämpfen, dann stellt sich die Frage, warum er dies nicht schon längst getan hat." Diesbezügliche Ankündigungen des Landeshauptmannes habe es in den vergangenen Jahren zwar in Hülle und Fülle gegeben, konkrete Taten Prölls seien freilich nie gefolgt, so Schimanek.

"Im Gegenteil! Pröll spielt sogar der osteuropäischen Atom-Mafia in die Hände. Er verweigert die Unterstützung jener Bürgerinitiativen, die unter schwierigsten Bedingungen in Tschechien und Slowakei gegen die Atommeiler Temelin und Mochovce kämpfen", geht Schimanek mit dem Landeshauptmann scharf ins Gericht. Als konkretes Beispiel führte Schimanek das Verhalten Prölls in der Regierungssitzung vom vergangenen Dienstag an. Dabei habe Pröll gemeinsam mit der SPÖ einen Antrag abgelehnt, der eine finanzielle Unterstützung der tschechischen und slowakischen Anti-Atom-Bürgerinitiativen vorsah. "Pröll wird so zum erklärten Liebling der osteuropäischen Atom-Lobby, die sich so einen schwachen und untätigen Gegner nur wünschen kann", erklärte Schimanek.

Die Bekämpfung der benachbarten Atommeiler mit der Zustimmung Österreichs zu einer etwaigen EU-Osterweiterung verknüpfen zu wollen, zeige, daß Pröll einerseits politisch naiv, und andererseits für den ÖVP-Landeshauptmann die drohende Osterweiterung bereits beschlossene Sache sei, führte Schimanek weiters aus. "Eine Osterweiterung kommt für uns Freiheitliche zumindest in den nächsten 25 Jahren nicht in Frage. Die Stillegung beispielsweise des lebensbedrohenden Atomkraftwerkes Temelin muß jedoch ehestbaldig erfolgen. Diese für Niederösterreich so entscheidenden Fragen können zeitlich nicht im geringsten miteinander verknüpft werden", schloß Schimanek.

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