Österreichs Exporteure nützen Boom in den NAFTA-Ländern

Nordamerikas Märkte sind verläßliche Handelspartner - Mexiko: eines der wichtigsten Schwellenländer der Welt

Wien (PWK) - Die gute Wirtschaftslage in den NAFTA-Ländern USA, Kanada und Mexiko wirkt sich positiv auf den österreichischen Außenhandel aus, stellt Direktor Egon Winkler von der Wirtschaftskammer Österreich fest. Die Exporte in diesen Raum sind 1997 gemäß WHIS*-Berechnung um 29 Prozent auf 32 Mrd S angewachsen und haben damit nahezu den Wert der Ausfuhren in unsere Überseehandelsregion Nummer 1 - Fernost - erreicht. Die Importe aus der NAFTA sind 1997 um 28 Prozent auf 47 Mrd S angewachsen. Die gute Entwicklung des Handels mit der NAFTA dürfte auch in naher Zukunft anhalten, erwartet Winkler. ****

Die USA sind nicht nur Österreichs größter Handelspartner in der NAFTA sondern auch der wichtigste Absatzmarkt in Übersee (vor Japan und Kanada). Für den Anstieg der Exporte in die USA im Jahr 1997 (um 32 Prozent auf 26 Mrd S) war zweifellos die Stärkung des Dollar-Kurses von Bedeutung, sagt Winkler. Ausschlaggebend für die positive Exportentwicklung sei aber die gute US-Wirtschaftslage gewesen. Investitionsbereitschaft und Konsumneigung seien in den USA derzeit sehr hoch. Österreichs Importe aus den USA nahmen 1997 ebenfalls um 32 Prozent zu und erreichten 42 Mrd S.

Mit Kanada erzielte Österreich im Vorjahr dank einem Exportwachstum von 12 Prozent auf 5 Mrd S bei gleichzeitigem Importrückgang von 10 Prozent auf 4,2 Mrd S wieder ein Aktivum. 1996 war der Kanada-Handel passiv.

Eine wichtige Rolle für die Wirtschaftsbeziehungen mit Nordamerika spielen die österreichischen Niederlassungen: 260 in den USA, 70 in anada. Umgekehrt ist die US-Wirtschaft in Österreich mit 350 Niederlassungen vertreten, die kanadische mit 30. Der Großteil dieser Betriebe konzentriert sich auf die Bearbeitung der östlichen Nachbarmärkte. Seit dem EU-Beitritt steigt aber auch Österreichs Stellenwert als eigenständiger Markt für die nordamerikanischen Konzerne. Die bevorstehende Teilnahme Österreichs am Euro-Block wird diesen Trend noch verstärken, ist Winkler überzeugt.

Österreichs Exporte nach Mexiko legten 1997 um bemerkenswerte 47 Prozent auf 1,4 Mrd S zu. Die Importe stiegen 1997 um 68 Prozent auf 700 Mio S an. "Österreichs Firmen nehmen vermehrt, aber immer noch ungenügend, wahr, daß Mexiko zu den wichtigsten Schwellenländern der Welt zählt" (Winkler). Die Mitgliedschaft in der NAFTA hat eine starke Wirtschaftsdynamik in Mexiko ausgelöst. Lieferanten aus Drittländern werden jedoch gegenüber den beiden anderen NAFTA-Mitgliedern, USA und Kanada, zunehmend im Wettbewerb benachteiligt. In letzter Zeit zeigen daher österreichische Firmen vermehrtes Interesse an Investitionen in Mexiko, bemerkt Winkler. Die Zahl der Niederlassungen (rund 30) sei aber noch relativ gering. Die EU ist am Abschluß eines Freihandelsabkommen mit Mexiko interessiert. Die Verhandlungen sollen während der österreichischen EU-Präsidentschaft intensiviert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Egon Winkler
Tel. 50105/DW 4311Abteilung für Außenhandel

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK