WKK-Präsident Koffler: "Lehrlingspaket II ist dringend notwendig"

Aufwendiges und ungerechtes Fördersystem auf Dauer nicht sinnvoll

Wien (PWK) - 1997 standen in Kärnten 9.225 Lehrlinge in
Ausbildung, das sind um 150 mehr als im Vorjahr, meldet die Wirtschaftskammer Kärnten. Im 1. Lehrjahr war der Anstieg mit etwa 283 Lehrlingen stärker, was auf massive Förderaktionen für ca. 2.000 Lehrlinge zurückzuführen ist. Die Zahl der Lehrbetrieb ist allerdings nur um 72 gestiegen. ****

Auf Dauer sei ein derart aufwendiges und auch ungerechtes Fördersystem nicht sinnvoll, meint WK-Präsident Koffler und fordert eine generelle Entlastung aller Lehrbetriebe durch Entfall der Kosten des Berufschulbesuches, ebenso wie die Einschränkung der "Lehrlingspragmatisierung" und zeitgemäße Jugendschutzbestimmungen.

Die Ausbildungsbetriebe wollen keine Direktförderungen und künstliche Ausbildungsmodelle, die weder der Jugend helfen noch der Wirtschaft Fachkräfte bringen können, sondern Kostenerleichterungen und Deregulierung. Es sei Zeit zum Handeln und nicht zum Experimentieren, meint Koffler.
(Schluß) MH

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