Papierverarbeitende Industrie konnte Produktion um 4,3% steigern

Produktionswert stieg 1997 um 1,5% auf 16,5 Mrd Schilling

Wien (PWK) - Die Papierverarbeitende Industrie konnte im Jahr 1997 einen Mengenzuwachs von +4,3 Prozent und einen Wertzuwachs von +1,5% erzielen. Der positive Trend des 1. Halbjahrs hat sich in der zweiten Jahreshälfte weiter fortgesetzt. Mit einem Produktionswert von 16,5 Mrd S wurde das Vorjahresergebnis übertroffen. Die Auslastung der PPV-Industrie lag im Durchschnitt bei 84 Prozent, heißt es im zuständigen Fachverband. ****

Dem Aufschwung der Konjunktur im Jahr 1997 und der guten Beschäftigung, die von den Exporten getragen wurde (+9 Prozent), stand ein stagnierender bis schrumpfender Inlandsmarkt gegenüber. Insbesondere die Verpackungshersteller sind von der Konsumflaute und Strukturproblemen der Lebensmittelindustrie, dem größten Abnehmer der Verpackungsindustrie, betroffen.

Der Verpackungssektor (+4,4 Prozent Menge und 1,7 Prozent Wert) hatte gute Exporterfolge zu verzeichnen, konnte jedoch die erhöhten Rohstoffkosten bei weitem nicht in den Preisen unterbringen. Konzentrationsprozesse bei Kundenindustrie und Handelsketten sowie die Europäisierung des Einkaufes kennzeichnen die Marktentwicklung und erfordern neue Strategien der Verpackungshersteller.

Der Produktbereich Faltschachtel und Kartonagen hat in Anbetracht der starken Exportorientierung mit +7,1 Prozent Wert und 4,3 Prozent Menge am besten abgeschnitten. Bereinigt man allerdings das Ergebnis um Getränkeverpackungen aus Karton, so weist die Faltschachtelindustrie bei einem Mengenzuwachs von 1 Prozent eine Steigerung des Produktionswertes von 4 Prozent aus.

In der buchbinderischen Produktion und bei den Hygienischen Papierwaren haben Produktionsverlagerungen und Sortenpolitik das Gesamtergebnis beeinflußt.

Die Büro- und Organisationsmittelindustrie hat mengenmäßig kaum zugelegt. Die Gruppe Sonstige Papierwaren, der Spezialbereiche der Papierverarbeitung angehören, hat ein besseres Verhältnis von Mengen-und Wertsteigerung aufzuweisen als die Gesamtindustrie.

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Mag. Rudolf Bergolth

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