ARBÖ-Forderungen zum sicheren Schülertransport

Wien (ARBÖ) - Nach den sich in letzter Zeit häufenden Unfällen von Schüler bei Fahrten mit Schulbussen, fordert der ARBÖ mehr Sicherheit bei Schülertransporten. Aus diesem Grund erstellte der ARBÖ einen umfangreichen Forderungskatalog:

1. Bessere Ausrüstung der Schulbusse

- Wenn Fahrzeuge zum Schülertransport anhalten und Kinder bei eingeschaltener Warnblinkanlage ein- oder aussteigen, dürfen laut Straßenverkehrsordnung andere Kraftfahrzeuge an dem Bus nicht vorbeifahren sondern müssen dahinter anhalten. Die gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Schulbusse gilt aber derzeit nicht für Kleinbusse. Daher verlangt der ARBÖ, daß auch diese Fahrzeuge als Schulbusse deutlich kenntlich gemacht werden, um die Einhaltung dieser Anhaltepflicht zu ermöglichen.

- Zusätzliche Rückspiegel, die das Sichtfeld bis zum Boden abdecken.

- Eine zusätzliche Kontrolle, die dem Schulbusfahrer anzeigt, ob wirklich alle Türen vorschriftsmäßig geschlossen sind.

- Mit 31.12.1998 entfällt als langjährige ARBÖ-Forderung die Quotenregelung, wonach bis zu 14 Kinder in einem 9-sitzigen
Kleinbus transportiert werden dürfen. Ab 1.1.1999 dürfen dann in solch einem Fahrzeug neben dem Fahrer nur mehr acht Kinder transportiert werden. Der ARBÖ verlangt dann auch, daß die Schulbusse über die dem Alter der Kinder entsprechenden Rückhaltesysteme verfügen.

2. Bessere Überwachung schon vorhandener Vorschriften

- Schon seit 1994 existiert, wie bereits erwähnt, ein Vorbeifahrverbot für Kraftfahrzeuge an Schulbussen, die zum Zweck des Aus- oder Einsteigens von Schülern zum Stehen gekommen sind. Diese Vorschrift sollte, laut ARBÖ, strenger überwacht werden.

3. Bessere Ausbildung der Schulbuslenker

- Im Zuge der Ausbildung sollten Schulbuslenker verstärkt über die Gefahren und Problemen von Kindertransporten unterrichtet werden.

- Das Lenken eines Schulbusses sollte nur nach einem
psychologischen Test, in dem die charakterliche Eignung der betreffende Person überprüft wird, gestattet werden.

- In speziellen Fahrtechnikkursen sollten Schulbuslenker auch das Verhalten in Notsituationen, wie das Fahren auf Schnee und Eis erlernen und ständig üben.

"Die Umsetzung all dieser Forderungen kostet sicher zusätzliche Steuermittel", betont der ARBÖ-Cheftechniker Dipl. Ing. Diether Wlaka, "die Eltern haben aber ein Recht darauf, daß ihre Kinder
mit größtmöglicher Sicherheit in die Schule und von dort wieder nach Hause gebracht werden".

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