Gegen sexuelle Gewalt an Kindern im Industrieviertel

Plattform unter dem Vorsitz von Prokop gegründet

St.Pölten (NLK) - Unter dem Vorsitz von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop wurde gestern eine Plattform "Gegen sexuelle Gewalt an Kindern" im Industrieviertel gegründet. Über 200 Erziehungspersonen, Pädagogen, Eltern und Kindergärtnerinnen sowie Vertreter der Polizei und Justiz waren zu diesem Treffen gekommen, das unter dem Motto "Voneinander wissen -einander kennenlernen - miteinander arbeiten" stand. Mit dieser Plattform soll ein Forum zum Erfahrungsaustausch zwischen Hilfseinrichtungen und zur Vernetzung von Berufsgruppen geschaffen werden, die in ihrem Arbeitsfeld mit dem Phänomen "Sexuelle Gewalt an Kindern" konfrontiert sind bzw. konfrontiert werden könnten. Durch Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen, Medienarbeit und gezielte Projektarbeiten erhofft man sich, gemeinsam mit den Betroffenen oder Gefährdeten Hilfestellungen geben zu können. Prokop: "Unser gemeinsames Ziel muß es sein, Tabus zu
durchbrechen, Sicherheit zu geben und kompetente Hilfe anzubieten. Deswegen ist es vor allem auch sehr wichtig, in den
verschiedensten Ausbildungsbereichen eine Wissensvermittlung zu diesem Thema durchzuführen." Landesjugendreferent Alfred Kager
wies darauf hin, daß im Mittelpunkt aller Bemühungen vor allem die Präventionsarbeit stehen muß. Er forderte die Teilnehmer auf, gemeinsam mit dem Landesjugendreferat eine Lobby für die schwächsten in der Gesellschaft - die Kinder - zu bilden.

In der anschließenden Diskussion zeigten die Teilnehmehr anhand konkreter Beispiele das Problem jener Berufsgruppen auf, die schon einmal mit dieser Thematik konfrontiert wurden. Ausführlich erörtert wurden auch strafrechtliche bzw. pflegschaftsrechtliche Probleme. Der Wunsch aller Teilnehmer war eine Fortsetzung dieses Gesprächsforums, auch auf Viertelsebene.

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