"Lobby für Kinder": Vergessen wir die Kinder nicht

Wien (OTS) - Mit einer Flugblatt-Aktion im Vorfeld einer Presseführung zur Ausstellung "Otto Mühl 7" (MAK-Cafe) macht heute, Dienstag, die "Lobby für Kinder" auf die triste Lebenssituation vieler Kinder in Österreich aufmerksam. "Hinschauen statt Wegschauen" sei gefordert, wenn sexueller Mißbrauch von Kindern bekämpft werden soll. Demgemäß heißt es auch im Flugblatt: "Sie werden die nächste Stunde mit Hinschauen verbringen. Bitte schauen Sie auch nach dieser Ausstellung nicht weg."

Das Flugblatt der "Lobby für Kinder" lautet:

Liebe Kunstfreunde! Liebe Mütter! Liebe Väter!

Heute werden Sie Werke des Aktionskünstlers Otto Mühl sehen.

Vielleicht sind Sie heute gekommen, weil Sie an Kunst generell interessiert sind. Vielleicht sind Sie gekommen, weil Sie vor allem an zeitgenössischer österreichischer Kunst interessiert sind. Vielleicht sind Sie aus rein beruflichen Gürnden gekommen. Vielleicht sind Sie aber gekommen, weil Sie auf Mühl aufmerksam "gemacht" wurden.

Fragen Sie sich doch einmal selbst.

Uns geht es heute nicht um den Künstler Mühl
Uns geht es heute auch nicht darum, eine durch Haftstrafe rechtlich getilgte Untat wieder aufzuwärmen.

Uns geht es darum, daß Sie an das Wohl unserer Kinder denken. Und das nicht nur heute.

In Österreich ist jedes 4. Mädchen und jeder 8. Bub sexuellen Übergriffen ausgesetzt, meistens in der eigenen Familie.

Sie werden die nächste Stunde mit Hinschauen verbringen.

Bitte schauen Sie auch nach dieser Ausstellung nicht weg.

In Interesse unserer Kinder: Hinschauen statt Wegschauen.

(Siehe auch APA/OTS-BILD)

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 01/40 126-463

"Lobby für Kinder"

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