Slowenien will möglichst bald in die EU

EU-Experte attestiert Verhandlungsreife - Österreich größter Auslandsinvestor in Slowenien

Wien (PWK) - "Slowenien setzt alles daran, um zu den ersten Erweiterungsländern der EU zu gehören", erklärte die slowenische Unterstaatssekretärin für Europäische Angelegenheiten, Marija Adanja, bei einem Seminar in der Wirtschaftskammer Österreich. "Der Abschluß des Europaabkommens am 1. Jänner 1997 war ein wichtiger Meilenstein für Slowenien auf dem Weg in die EU. Wir wollen diesen Weg mit aller Kraft fortsetzen". Wirtschaftlich werde Slowenien keine Integrationsschwierigkeiten haben, ist Frau Adanja überzeugt. Probleme werde es hingegen bei der Harmonisierung der Gesetze, im Sprach- und Verwaltungsbereich geben. ****

Slowenien ist reif für die Beitrittsverhandlungen, die im März beginnen werden, bestätigt auch der Slowenien-Experte der Generaldirektion IA der EU-Kommission, Soenke Schmidt. Wirtschaftlich sei das Land bereits weitgehend integriert. Slowenien hätte seit der Unabhängigkeit 1991 die wirtschaftlichen Strukturreformen rasch vorangetrieben.

Trotzdem könnte das Wirtschaftspotential noch stärker ausgebaut werden, kritisiert Schmidt. Vermehrte ausländische Investitionen könnten dabei eine wichtige Unterstützung bieten. Schwachpunkte bei der Integration Sloweniens sieht Schmidt bei der Bewältigung der Rechtsangleichung, im Verwaltungsbereich sowie bei der "Einstellung Sloweniens gegenüber ausländischen Investitionen".

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