Bäuerliche Existenzen in Grenzregion sichern

Pröll und Schwarzböck wollen EU-Sonderprogramme

St.Pölten (NLK) - Die Ressourcen und Potentiale der NÖ Landwirtschaft wurden heute vormittag am Beispiel von einigen landwirtschaftlichen Musterbetrieben im Bezirk Hollabrunn aufgezeigt. Die Betriebe haben sich unter anderem auf Qualitätsgetreide, Weinvermarktung, Direktvermarktung und Schweinezucht spezialisiert. "Diese Betriebe zeigen, daß Kreativität, Pioniergeist und unternehmerische Gesinnung durchaus vereinbar sind", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Die NÖ Landwirte würden qualitativ hochwertige Produkte bieten, sodaß die Achse zwischen Produzent und Konsument immer enger werde. Um aber die entsprechenden Rahmenbedingungen für Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft zu schaffen, lege die NÖ Agrarpolitik ihre Schwerpunkte vor allem auf die Abgeltung der Umweltleistungen der Bauern, auf die Unterstützung von Qualitäts- und Markenprogrammen, auf Direktvermarktung und landwirtschaftliche Kooperationen und
auf die gezielte Hilfestellung bei Inanspruchnahme von
Förderungen. Außerdem hätte die Politik die Aufgabe, die Bewirtschaftung der Höfe zu sichern. Im Hinblick auf die Neudefinierung der EU-Förder-Zielgebiete dürften daher nicht nur die Arbeitslosenquote, sondern es müßten auch die Pendlerquote, die Abwanderung und das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner der Grenzregionen berücksichtigt werden. Pröll wies nochmals nachdrücklich darauf hin, daß vor allem für eine schrittweise EU-Osterweiterung spezielle Förderprogramme für die ländlichen Regionen in den Grengebieten notwendig seien.

Der Präsident der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Ing. Rudolf Schwarzböck, schlug in die gleiche Kerbe: "Eine Integration der Reformländer darf nicht überstürzt werden. Nur so können wirtschaftliche und ökologische Unterschiede zwischen EU und Reformländern ausgeglichen werden." Da die Grenzgebiete eine sehr hohe Agrarquote aufweisen würden, sollten vor allem agrarspezifische Programme gestaltet werden. Man müsse auch berücksichtigen, daß die Landwirte wichtige ökologische Aufgaben erfüllen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK