Österreich droht Milliardenverlust NATO Diskussion in Wien

Internationale Experten beraten über Österreichs Optionen im Rahmen der europäischen Sicherheitsarchitektur

Wien (OTS) - Sollte Österreich die sicherheitspolitische Option einer Vollmitgliedschaft in der NATO nicht wahrnehmen, so drohe der Volkswirtschaft unseres Landes gravierende finanzielle Einbußen in der Größenordnung von mehreren Milliarden Schilling pro Jahr.

Dies ist eine der Kernthesen eines Symposiums über Österreichs Optionen in der europäischen Sicherheitsarchitektur, das am Mittwoch, den 18. Februar, im Wiener SAS Palais Hotel abgehalten wird. Veranstalter ist die Gesellschaft für interdisziplinäre Studien, die sich seit Jahren mit den Zusammenhängen zwischen Sicherheitspolitik und Wirtschaftsstabilität beschäftigt.

Zu dieser Veranstaltung werden Experten aus mehreren europäischen Ländern sowie den USA erwartet, die insbesondere auf die umfassende Bedeutung moderner Sicherheitsstrukturen - auch für Österreich -Bezug nehmen werden.

Erwartet werden der StvGenSekr. der WEU Botschafter Dr. Roland Wegener, führende Vertreter der Wirtschaft aus Deutschland und Österreich, aus dem Bereich der NATO der Ass. Secretary General for defence Support Norman Ray, Deputy Commanding General SFOR Support Command Brig.Gen. Barbara Doornink und aus dem Bereich Defence Planning Frank Boland.

Bundesminister Dr. Werner Fasslabend wird ein Grundsatzreferat auf das Verhältnis Österreich zu den internationalen Sicherheitsstrukturen und auf die Problematik eines möglichen NATO Beitrittes eingehen. Botschafter Dr. Thomas Mayr-Harting wird sich mit der Frage der Neutralität als funktionsfähiges Sicherheitsinstrument in der heutigen Zeit befassen.

Ziel und Aufgabe der eintägigen Veranstaltung ist eine Bestandsaufnahme der österreichischen Position im Rahmen der europäischen Sicherheitsarchitektur und die Frage, wie diese von führenden Sicherheitsexperten aus dem Ausland beurteilt wird. Entscheidende Rolle dabei wird nicht nur die Kostenfrage eines möglichen NATO Beitrittes, sondern auch ein möglicher politischer Nutzen aus einer Allianz sein. Zur Zeit engagiert sich Österreich sowohl im Bereich der WEU, als auch im Rahmen der PfP Übungen der NATO ohne allerdings entsprechende Mitgestaltungsmöglichkeiten zu besitzen und über Beistandsgarantien zu verfügen.

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Gesellschaft für interdisziplinäre Studien
Eva Wagner
Tel.: 01/710 41 15, Fax: 01/710 41 15 15

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