Deutz AG: Vorabinformation zum Geschäftsjahr 1997 / Teil 1

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Teil 1

DEUTZ im Geschäftsjahr 1997 erfolgreich - Jahresüberschuß im Konzern um 90 Mio. DM verbessert

Die Umsätze des DEUTZ-Konzerns sind 1997 mit 3.365 Mio. DM gegenüber dem Vorjahr um 15 % gewachsen. Die Auftragseingänge erreichten mit 2.610 Mio. DM nahezu das Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zu dem um einmalige Sanierungsbeiträge bereinigten Vorjahresergebnis wurde der Jahresaberschuß 1997 (bereinigt um Sanierungserlöse des Jahres 1996) um 90,4 Mio. DM verbessert. Er enthält neben den Resultaten der Unternehmensbereiche Dieselmotoren und Industrieanlagen Erträge aus der Veräußerung von Teilen des Industrieanlagen- bereichs und Aufwendungen für Sanierungsmaßnahmen, die den Unternehmensbereichen nicht zugeordnet werden.

Unternehmensbereich Dieselmotoren

Steigerung der Marktanteile im Dieselmotorengeschäft Absatzrekord in Nordamerika Operative Ergebnisverbesserung (EBIT) um 138,8 Mio. DM Mit einem Umsatz von 2.126 Mio. DM (+11 %) und Auftragseingängen von 2.069 Mio. DM (+8 %) ist der DEUTZ-Konzern in seinem Kernbereich Dieselmotoren schneller gewachsen als der Markt. Damit hat DEUTZ ihr Ziel, Marktanteile zu gewinnen, erreicht.

Im Geschäftsbereich DEUTZ (Dieselmotoren von 4 - 440 kW) konnte der Umsatz um 11 % auf 960 Mio. DM gesteigert werden. In 1997 wurden weltweit rund 136.000 schnellaufende Dieselmotoren verkauft. Während in Deutschland der Absatz nach drei Jahren schwacher Konjunktur auch 1997 nur geringfügig zunahm, wurde in den USA ein neuer Absatzrekord mit rund 40.000 Motoren erreicht. Der größte Teil dieses Wachstums ist auf deutliche Marktanteilsteigerungen im Baumaschinen- geschäft zurückzuführen. Damit hat sich DEUTZ zu einem der größten Motorenexporteure in die USA entwickelt. Auch die Lieferungen nach China, in die Türkei und Osteuropa nahmen im Vergleich zum Vorjahr zu. Trotz der schwachen Baukonjunktur in Westeuropa ist es DEUTZ gelungen, den Absatz im Baumaschinen- bereich weltweit um 15 % gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Einen wesentlichen Anteil am Wachstum hatte mit einem Zuwachs von ca. 6 % auch das Kompressoren-geschäft. Die Absatzsteigerungen im Geschäfisbereich DEUTZ sind vor allem auf den Erfolg der neuen Baureihen zurückzuführen.

Im Geschäftsbereich DEUTZ MWM (Diesel- und Gasmotoren von 380 -7.400 kW) lag der Umsatz von 527 Mio. DM um 18 % weit über Vorjahresniveau. Die Umsatzsteigerungen wurden im europäischen Auslandsgeschäft erreicht. Herauszuheben sind die Länder Spanien und Niederlande. In Spanien war das Geschäft für Anwendungen der Energie-und Gastechnik besonders erfolgreich. In den Niederlanden konnte sowohl im Segment Gastechnik als auch bei Schiffsanwendungen ein hoher Marktanteil realisiert werden. Schwerpunkte im Segment Schiff waren die Remotorisierung von Binnenschiffen sowie das gute Geschäft mit Hafenschleppern. 1997 wurden ca. 1.100 Motoren der Marke DEUTZ MWM abgesetzt.

Der Geschäftsbereich SERVICE erreichte 1997 einen Weltumsatz von 609 (1996: 572) Mio. DM und damit eine Steigerung um 6 %. In Deutschland wurde der Serviceumsatz trotz anhaltend schwacher Konjunktur und Budgetrestriktionen in den wichtigen Geschäftsfeldern Bau, Binnenschiffahrt und Behörden erhöht. Der Umsatz in West- und Osteuropa sowie in Nordamerika stieg ebenfalls an.

Das gesamte Motorengeschäft erzielte im Geschäftsjahr 1997 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 96,8 (1996: -42,0) Mio. DM. Der Jahresüberschuß beträgt 12,7 (Vorjahr -119,3) Mio. DM. Die Verbesserungen sind eine Folge des gegenüber 1996 erhöhten Geschäftsvolumens, positiver Währungseffekte und insbesondere erfolgreicher Maßnahmen zur Senkung der Material-, Personal- und Finanzierungs- kosten.

Unternehmensbereich Industrieanlagen

Umwelttechnik und INDUMONT verkauft Weiterer Großauftrag an saudi-arabischen Kunden fakturiert Die Auftragseingänge des Industrieanlagenbereichs waren mit 541 Mio. DM um 30 % niedriger als 1996. Ein wesentlicher Grund ist der mit wirtschaftlicher Wirkung vom 1. Juli 1997 erfolgte Verkauf der Sparten Umwelttechnik und INDUMONT. Das Industrieanlagengeschäft besteht seit diesem Verkauf hauptsächlich noch aus der KHD Humboldt Wedag AG mit ihren Sparten Zement- und Aufbereitungstechnik. Im Zuge abgeschwächter Nachfrage nach Anlagen zur Zementerzeugung waren die Bestelleingänge der Sparte Zementtechnik deutlich niedriger als 1996. Das Geschäft mit der Aufbereitungstechnik hat sich im Vergleich zum Vorjahr dagegen gut entwickelt und deutliche Steigerungen der Auftragseingänge erreicht.

Obwohl in den Umsätzen für die Sparten Umwelttechnik und INDUMONT nur die Zahlen des ersten Halbjahres 1997 enthalten sind, stiegen die Umsätze des Industrie- anlagenbereichs gegenüber dem Vorjahr um 23 % auf 1.239 Mio. DM. Das Umsatz- wachstum ist auf die Abrechnung des zweiten der drei Großaufträge aber schlüsselfertige Zementanlagen in Saudi-Arabien zurückzuführen. Auch die dritte Anlage in Yanbu hat die Produktion aufgenommen. Nach Erledigung einiger Restarbeiten wird die Anlage noch im ersten Halbjahr 1998 an den Kunden übergeben und fakturiert.

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