Greenpeace deckt auf: Gentechnische Zwangsernährung in Spitälern und Altersheimen

Nestlé testet Gentech-Soja an wehrlosen Patienten

wien (OTS) - Greenpeace deckt auf: Die Trink- und Sondennahrung des Schweizer Konzerns Nestlé enthält auch in Österreich Gentech-Soja. Wehrlose Patienten werden ohne ihr Wissen mit einem Produkt ernährt, das die Konsumenten mehrheitlich ablehnen. Greenpeace fordert alle Landeshauptleute und Gesundheitsreferenten auf, diese Form der Zwangsernährung mit Gentech-Soja sofort einzustellen und alle Verträge mit Nestlé zu kündigen.

"Nachdem bei bewußten Konsumenten die Gentech-Nahrung unverkäuflich ist, geht man jetzt auf wehrlose Patienten los, die über Sonden mit Gentechnik-Soja praktisch zwangsernährt werden", empört sich Greenpeace-Experte Wolfgang Pekny. "Damit macht Nestlé -der weltgrößte Nahrungsmittelhersteller - seine Drohungen wahr, amerikanische Gentech-Soja in unsere Nahrung zu mischen. Nestlé startet seine Gentech-Offensive ganz bewußt mit einem Nischenprodukt. Auch eine nachträgliche Kennzeichnung kann in diesem Fall nur als bittere Ironie betrachtet werden."

Die Produkte 'Salviplus', 'Salvimulsin' und 'Salvipeptid' der Firma Nestlé Clinical Nutrition werden in Österreich über die Firma Schoeller Pharma vertrieben und in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie bei Ambulanten Pflegediensten eingesetzt. Die Gentech-Soja in der Trink-und Sondennahrung hat keinerlei medizinische Funktion. Derzeit sind die genannten Trink- und Sondennahrungsprodukte nicht als gentechnisch verändert gekennzeichnet.

Greenpeace hat die Wiener Patientenanwaltschaft informiert und um eine Stellungnahme ersucht. Der Wiener Patientenanwalt hat die Ergebnisse der Greenpeace-Recherchen in einem ersten Schritt an den Krankenanstaltenverbund weitergeleitet und auf eine sofortige Überprüfung der Sachlage gedrängt.

Weitere Informationen: Wolfgang Pekny, Greenpeace Österreich, Telefon: 01/713 00 31 - 43 Bettina Tasser, Greenpeace Österreich, Telefon: 01/713 00 31 - 29 oder: 0664/240 70 75

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