Bauer: Aufhebung der LKW-Feiertagsfahrverbote kommt für Niederösterreich nicht in Frage

Forcierung der Investitionen in eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur

St. Pölten, (SPI) - Die europäische Union plant, die Fahrverbote für Lkw an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sowie das
Fahrverbot für nicht lärmarme Schwerfahrzeuge während der Nacht aufzuheben. "Eine solche Entscheidung kann von Niederösterreich nicht hingenommen werden, zumal im Rahmen des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Oststaaten ohnehin ein gewaltiger
Verkehrszuwachs an Schwerfahrzeugen auf Niederösterreichs
Straßen droht. Der einzig ökologisch verträgliche und ökonomisch leistbare Weg zur Bewältigung des steigenden Verkehrsaufkommens
ist die Forcierung von Investitionen in den Ausbau eines leistungsfähigen Schienennetzes. Der Güterverkehr muß vermehrt auf die Schiene verlagert werden, eine weitere Öffnung unserer ohnehin überlasteten Transitrouten kommt nicht in Frage", stellt der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hannes Bauer, fest.****

Eine Aufhebung der entsprechenden Fahrverbote für Lastkraftwagen würde nicht nur eine weitere Verschlechterung der Lebensqualität für die Bevölkerung an den Transitrouten bedeuten, eine solche Maßnahme stellt sich auch aus Gründen der Verkehrssicherheit,
des Arbeitsrechtes für die Fahrer und aus ökonomischen Kostengründen angesichts steigender Staugefahren auf den Transitrouten selbst in Frage. LKW-Kolonnen im Ausflugsverkehr
an den Wochenenden oder Staus in Niederösterreichs touristischen Hoffnungsgebieten ist wirklich nicht das, was wir brauchen.

"Es muß endlich gelingen, die Bahnen Europas als wirkliche Alternative zum Straßentransport zu plazieren und flexibler und leistungsfähiger zu machen. Im Rahmen der neuerlichen
Erweiterung der Union stehen wir an der Schwelle einer neuen Entscheidung - entweder investieren wir in die ökologisch verträgliche und der Lebensqualität der Menschen zuträglichere Bahn, oder wir werden uns im Osten Österreichs einer
Verkehrslawine gegenübersehen, die in den nächsten 10 bis 20 Jahren auf mehr als das Doppelte der heutigen Größe anwachsen wird", schloß Abg. Bauer.
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