Mann: Klestil disqualifiziert sich durch Haider-Verharmlosung

Niederösterreich (OTS) "Die von Klestil in der französischen Tageszeitung "Le Monde" unaufgefordert geäußerte politische Einschätzung der FPÖ und ihres Obmannes, verträgt sich
unmöglich mit der für einen Präsidenten notwendigen Distanz
in der Beurteilung politischer Parteien und deren Vorsitzenden.
Dies erst recht, wenn es sich um eine Partei wie die FPÖ und
um einen Obmann wie Haider handelt, die durchaus einen
international umstrittenen Ruf genießen", meinte heute Dr.
Stefan Mann, Stv. Bundesvorsitzender der Jungen Generation
in der SPÖ und JG-Niederösterreich Vorsitzender.

"Wie Haider und die FPÖ politisch einzuordnen sind, ist inzwischen aus diversen Richtersprüchen ableitbar. Die
jüngsten Klestil-Aussagen stellen daher nicht nur eine
bedenkliche Wertung der politischen Rolle, die die FPÖ seit
einigen Jahren in Österreich spielt, dar, sondern tragen auch keineswegs dazu bei, Österreichs an sich guten Ruf im
Ausland zu wahren", so Mann weiter.

"Klestil hat Haider einen großen Dienst erwiesen, weil seine Äußerung in dessen Strategie paßt, international und national
ein neues, seriöseres Image zu erwerben. Warum Klestil dies
getan? Entspricht seine Aussage seiner wahren Haltung
gegenüber der FPÖ oder es ging ihm darum, mit einem
taktischen Manöver die Unterstützung der FPÖ für seine Wiederkandidatur zu gewinnen? In beiden Fällen werden sich
die Österreicherinnen und Österreicher selbst ein Bild
machen", schloß Mann.
(schluss)

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