Liberale kritisieren: Lärmschutzbestimmungen in Wien nicht EU-konform

Wiener Bauordnung muß geändert werden

Wien (OTS) "Wenn sich zwei von drei Einwohnern durch Lärm gestört fühlen, so läuft in Wien punkto Lärmschutz einiges falsch," kritisierte heute die liberale Planungssprecherin Mag. Michaela Hack. Wir fühlen uns mit unserer Kritik an den Lärmschutzbestimmungen in der Wiener Bauordnung durch den von Stadtrat Svihalek veröffentlichten Lärmbericht der Bundeshauptstadt Wien 1997 voll bestätigt, meinte Hack.

Die beim Trittschall zwischen 1993 und 1995 durchgeführten Messungen ergaben, daß die in der Ö-Norm festgelegten Werte um bis zu 20 Dezibel überschritten wurden. Hier sei die Stadtregierung aufgerufen, meinte Hack, dringend die erforderlichen gesetzlichen Änderungen endlich in Angriff zu nehmen.

"Das Liberale Forum wird in der nächsten Landtagssitzung eine Änderung der Bauordnung im Bereich Schallschutz beantragen," erklärte Hack. Die Wiener Bauordnung schreibe das Schalldämm-Maß des Trennbauteiles zwischen zwei Wohneinheiten als Eignungskriterium vor, und das stünde somit im Gegensatz zu den Regelungen der Europäischen Union und der Ö-Norm.

Das Schalldämm-Maß ,so meinte die Planungssprecherin weiter, beschriebe die Dämmleistung eines Produktes unter Laborbedingungen und nicht den tatsächlichen Schallschutz zwischen zwei Räumen. Dennoch diene das Schalldämm-Maß in den Regellisten für den Wohnungsbau der Stadt Wien (MA 24) als Vertragsgrundlage für alle Ausschreibungen. Andere Bedingungen auf der Baustelle und unzureichende Montage führen zu vermindertem Schallschutz, den die Bewohner spätestens beim Einzug zu spüren bekommen," kritisierte Hack.

"Die Wiener Bauordnung und die Ausschreibungskriterien der Stadt Wien gehören an die gültigen europäischen und nationalen Normen angepaßt. Darüber hinaus seien Vorkehrungen im Sinne einer ganzheitlichen Lärmschutzplanung bereits bei der Erstellung der Flächenwidmungs- und Bebauungspläne zu treffen," forderte Hack abschließend.

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