Votruba lud pflegende Angehörige zum Runden Tisch

Anliegen werden bei Sozialreferentenkongreß diskutiert

St.Pölten (NLK) - Landesrätin Traude Votruba lud kürzlich jene pflegenden Angehörigen, die im Rahmen der "Konflikte"-Sendung ihr Problem an die Öffentlichkeit getragen haben, zu einem gemeinsamen Runden Tisch, um die schwierige Situation zu besprechen. "Die Lage der pflegenden Angehörigen stellt sich von Fall zu Fall unterschiedlich dar und hängt auch von verschiedenen Begleitumständen ab", meinte Votruba. Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, daß Angehörige, die pflegebedürftige Familienmitglieder der Pflegestufe 5, 6 und 7 betreuen, seit 1. Jänner sozialrechtlich besser abgesichert sind. Sie können sich bei der Pensionsversicherung mit einem verminderten Betrag weiterversichern, sodaß sie nur noch 10 Prozent ihrer Pension selbst einzahlen müssen. Darüber hinaus erhalten Mütter von behinderten Kindern die erhöhte Familienbeihilfe und sind bis zum 30. Lebensjahr des Kindes kostenlos pensionsversichert.

"Wir dürfen nicht vergessen, was diese Menschen oft jahrelang leisten, indem sie ihre Angehörigen rund um die Uhr pflegen. Aus diesem Grund war eine Absicherung mehr als notwendig", betonte Landesrätin Traude Votruba.

Votruba versprach, den Wunsch der betroffenen Angehörigen, bei Organisationen wie Caritas oder Volkshilfe angestellt zu werden, beim Sozialreferenten-Kongreß zur Sprache zu bringen. Diese Frage müßte mit allen Bundesländern und der zuständigen Bundesministerin diskutiert werden. "Die Bundesländer haben sich bereits 1993 verpflichtet, im Bereich der Pflegevorsorge nach gleichen Zielsetzungen und Grundsätzen gemeinsam vorzugehen", erinnerte Votruba an die Vereinbarung mit dem Bund.

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