Nach Eröffnung des Biomasse-Fernheizwerkes St.Leonhard:

NÖ liegt mit Steiermark jetzt an Österreich-Spitze

St.Pölten (NLK) - Die heutige Eröffnung und Besichtigung des
neuen Biomasse-Fernheizwerkes in St.Leonhard-Ruprechtshofen stellt einen Wendepunkt in der niederösterreichischen Energiepolitik dar:
Damit wird das 100. Biomasse-Fernheizwerk in Niederösterreich seiner Bestimmung übergeben, das Bundesland hat mit dem bisherigen Spitzenreiter Steiermark gleichgezogen. Diese erfreuliche
Statistik gab Landesrat Franz Blochberger gestern in St.Pölten im Rahmen der Eröffnung des zweitägigen Symposions "Chancen der erneuerbaren Bioenergie in Mitteleuropa" bekannt. Weitere Vergleichszahlen: An dritter Stelle liegt Oberösterreich mit 51 Heizwerken. Nach Leistung gerechnet, verfügt Niederösterreich jetzt über 109 Megawatt aus Biomasse hinter der Steiermark mit 144 Megawatt und vor Oberösterreich mit 52 Megawatt. Um diese Leistung zu erzielen, werden jährlich 60.000 Tonnen Holz und 10.000 Tonnen Stroh verfeuert. Rund 5.000 niederösterreichische Haushalte können mit Fernwärme versorgt werden, dazu kommen noch rund 5.000 Biomasse-Kleinanlagen.

Auch bei der Solarenergie hat Niederösterreich eine absolute Spitzenstellung. Jährlich werden 45.000 Quadratmeter Solarkollektoren installiert, mit einer gesamten Kollektorfläche von mehr als 200.000 Quadratmetern verfügt Niederösterreich über ein Fünftel aller österreichischen Solaranlagen für Warmwasserbereitung. An der Spitze liegt Niederösterreich auch mit seinen 900 Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung, und 33 von 52 österreichischen Windmühlen stehen in Niederösterreich. In den nächsten Monaten werden überdies fünf "Windparks" in Pottenbrunn, Deutsch-Wagram, Oberstrahlbach bei Zwettl, Simonsfeld bei
Ernstbrunn und Grafenschlag in Betrieb gehen.

Landesrat Blochberger verwies auch auf internationale Kontakte Niederösterreichs auf diesem Gebiet, die durch Förderprogramme der EU verstärkt wurden. Jüngstes Beispiel: Ein gemeinsames Projekt der Städte Bratislava und Bruck an der Leitha, womit die
Emissionen in beiden Städten durch ein neues Energieversorgungskonzept verringert werden sollen. "In den
letzten fünf Jahren", so Blochberger, "wurde in Niederösterreich erneuerbare Energie mit einer halben Milliarde Schilling
gefördert. Mit dem weiteren Ausbau wird es gelingen, in Österreich langfristig bis zu 30.000 Arbeitsplätze zu schaffen."

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