Fruchtsaft- und Fruchtnektarverkauf 1997 stark gestiegen

Orangensaft ist Favorit der Österreicher

Wien (PWK) - Der Verkauf von Fruchtsäften ist im Jahr 1997 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 1.483.133 hl gestiegen. Der Anteil von 100-prozentigem Saft am Gesamtmarkt beträgt damit 53,6 Prozent. "Für die Kategorie der Nektare liegen keine vergleichbaren Zahlen zum Vorjahr auf, da im Jahr 1997 ein zusätzlicher Anbieter in die Statistik aufgenommen wurde. Es kann jedoch von einem kräftigen Wachstum auch im Bereich der Nektare ausgegangen werden", berichtet Leopold Wurstbauer, Geschäftsführer des Verbandes der Fruchtsaft- und Fruchtsirupindustrie. ****

Die Österreicher liegen mit einem Pro-Kopf-Verbrauch bei Fruchtsaft und -nektar von 34,6 Liter (1997) im europäischen Vergleich hinter Deutschland an beachtlicher zweiter Stelle. Von den Geschmacksrichtungen ist Orange der haushohe Favorit. Orangennektar hat einen Anteil von 25,2 Prozent an den Gesamtverkäufen, Orangensaft 21,6 Prozent. An dritter Stelle rangiert Apfelsaft mit einem Anteil von 20,7 Prozent. 13,2 Prozent entfallen auf Mischprodukte der Kategorie Nektare, 7,1 Prozent sind Mischprodukte aus 100-prozentigem Saft.

Die österreichischen Fruchtsaft-Abfüller sehen sich zu einer Preiserhöhung bei Orangensaft durch äußere Umstände gezwungen. Als Gründe für die notwendige Verteuerung werden die stark steigenden Preise für Orangensaftkonzentrat und die Dollarentwicklung angegeben.

Die brasilianischen Orangensaftkonzentrat-Anbieter haben ihre Ware binnen weniger Tage drastisch verteuert. Noch Anfang Dezember lag der Preis für eine Tonne Orangensaftkonzentrat bei etwa 980 Dollar. Inzwischen liegt der Einkaufspreis bei 1.350 Dollar. Eine weitere Preiserhöhung auf 1.500 Dollar wurde bereits angekündigt. Als Begründung werden aus Brasilien massive Ernteschäden durch "El Nino" angegeben.

Zu dem kommt, daß sich der Dollar in den letzten Monaten drastisch verteuert hat. Der derzeitige Kurs liegt mehr als zehn Prozent über jenem von September 1997 und 20 Prozent über jenem seit Jahresbeginn 1997. Zu berücksichtigen ist außerdem, daß die EU bei der Einfuhr von Zitrussäften und -konzentraten zum Schutz der europäischen Zitrusfrüchtewirtschaft Zölle von bis zu 40 Prozent einhebt.

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Tel. 713 15 05

Mag. Leopold Wurstbauer-Heiß

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