Steuerreform 2000: Job-Offensive steht ab sofort im Mittelpunkt

Stummvoll: Nach Entlastung der Familie steht Schaffung von Arbeitsplätzen als nächster Steuerreform-Schwerpunkt fest

Wien (PWK) - "Nachdem die Verhandlungen zur Familiensteuerreform
in der Koalition nun abgeschlossen werden konnten, liegt der nächste Schwerpunkt bei der kommenden Steuerreform klar auf der Hand: Nach der Entlastung der Familien muß bei der Steuerreform 2000 die Wirtschaft entlastet werden, um die Beschäftigung in Österreich zu sichern und auszuweiten", kommentierte Günter Stummvoll, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, die bevorstehende Entlastung der Famlien: "Nach der Familienförderung geht es nun um die steuerliche Förderung der Schaffung von Arbeitsplätzen." ****

Stummvoll verwies dabei auf das bereits vorgelegte Beschäftigungsprogramm der Wirtschaftskammer Österreich, wo etwa die Stärkung des betrieblichen Eigenkapitals oder der Wegfall der Erbschaftssteuer als "Jobkiller" gefordert wird: "Bei der nächsten Etappe der Steuerreform muß die Entlastung des Faktors Arbeit und eine höhere Konkurrenzfähigkeit der Betriebe im Mittelpunkt stehen, nachdem der Schwerpunkt Familie nun abgehakt werden kann."

Die ausverhandelte steuerliche Begünstigung der Familien ist für die Wirtschaftskammer zu einem Gutteil die gezielte Vorwegnahme der für 2000 geplanten Reform der Lohn- und Einkommenssteuer. Mit der nun gefundenen Familien-Lösung sei der finanzielle Spielraum bei einer Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer ab 2000 entsprechend kleiner geworden. Stummvoll: "Von der neuen Familienbegünstigung profitieren überwiegend die unselbständig Beschäftigten mit Kindern. Das war der gezielte politische Wille der Koalition und ist daher bei der Lohn-und Einkommenssteuersenkung für alle Erwerbstätigen zu berücksichtigen."

Die steuerliche Begünstigung der Familien, insbesondere von kinderreichen und einkommensschwachen Familien, sieht die Wirtschaftskammer durchaus als volkswirtschaftlichen Beitrag zur Stärkung der Kaufkraft und damit zur Stabilisierung der Konjunktur, die bislang vor allem vom steigenden Export getragen wurde. (Schluß) RH

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