Bartenstein: Sicherheitsmaßnahmen bei Schülertransporten rasch umsetzen

Verkehr soll in beiden Richtungen stehenbleiben - Freiwillige Sicherheitsmaßnahmen der Transportunternehmen

Wien (OTS) - Ein Sicherheitspaket für Schülertransporte wurde gestern, Donnerstag, zwischen Familienminister Dr. Martin Bartenstein und Vertretern des Transportgewerbes vereinbart. Ergebnis des von Bartenstein einberufenen Gesprächs: Als erstes werden die Fachverbände der Autobus-, Taxi- und Mietwagenunternehmen ihre Mitglieder auffordern, so rasch wie möglich Panoramaspiegel bei den Fahrzeugen anzubringen. Diese sollen für den Fahrer den "toten Winkel" an der Seite verhindern und so Unfälle mit aussteigenden Kindern vermeiden.

Die Chauffeure sollen außerdem angehalten werden, aus dem Fahrzeug kurz auszusteigen, nachdem das letzte Kind den Wagen verlassen hat. Bei diesem Kontrollausstieg sollen sie sich vergewissern, daß auch tatsächlich alle Passagiere den unmittelbaren Fahrzeugbereich verlassen haben. Befinden sich noch Kinder im Wagen, hat der Fahrer im Fahrzeug bleiben, damit dieses von Kindern nicht unbeabsichtigt in Bewegung gesetzt wird. Die Fachverbände werden die Chauffeure auch auffordern, durch besseres Einstellen der Innenspiegel noch mehr Sorgfalt während des Ein- oder Ausstiegs walten zu lassen.

Für Familienminister Bartenstein genügen diese freiwilligen Maßnahmen aber noch nicht. Er fordert eine gesetzliche Verankerung, daß der Fließverkehr in beiden Fahrtrichtungen stoppen soll, wenn Kinder aus einem Schulbus ein- oder aussteigen.

In Oberösterreich startet nächste Woche ein Pilotversuch, bei dem neue Sicherheitsmaßnahmen bei Kleinbussen getestet werden. Gemeinsam mit Kfz-Sachverständigen und Behördenvertretern sollen technische Maßnahmen zur Steigerung der Passagiersicherheit geprobt werden.

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